Benedikt XVI und Benedikt von Nursia

 

Die erste Stufe der Demut: Der Mensch achte stets auf die Gottesfurcht und hüte sich, Gott je zu vergessen.

Die zweite Stufe der Demut: Der Mönch liebt nicht den eigenen Willen und hat deshalb keine Freude daran, sein begehren zu erfüllen.

Die dritte Stufe der Demut: Aus Liebe zu Gott unterwirft sich der Mönch dem Oberen in vollem Gehorsam. 

Die vierte Stufe der Demut: Der Mönch übt diesen Gehorsam auch dann, wenn es hart und widrig zugeht. 

Die fünfte Stufe der Demut: Der Mönch bekennt demütig seinem Abt alle bösen Gedanken, die sich in sein Herz schleichen, und das Böse, das er im Geheimen begangen hat, und er verbirgt nichts.

Die siebte Stufe der Demut: Der Mönch erklärt nicht nur mit dem Mund, er sei niedriger und geringer als alle, sondern glaubt dies auch aus tiefstem Herzen.

Die achte Stufe der Demut: Der Mönch tut nur das, wozu ihn die gemeinsame Regel des Klosters und das Beispiel der Väter mahnen.

Die neunte Stufe der Demut: Der Mönch hält seine Zunge vom Reden zurück, verharrt in der Schweigsamkeit und redet nicht, bis er gefragt wird.

Die zehnte Stufe der Demut: Der Mönch ist nicht leicht und schnell zum Lachen bereit, 

Die elfte Stufe der Demut: Der Mönch spricht, wenn er redet, ruhig und ohne Gelächter, demütig und mit Würde wenige und vernünftige Worte und macht kein Geschrei,

Die zwölfte Stufe der Demut: Der Mönch sei nicht nur im Herzen demütig, sondern seine ganze Körperhaltung werde zum ständigen Ausdruck seiner Demut für alle, die ihn sehen.

….Wenn also der Mönch alle Stufen auf dem Wege der Demut erstiegen hat, gelangt er alsbald zu jener vollendeten Gottesliebe, die alle Furcht vertreibt.

Unser geliebter Heiliger Vater war und ist auch Benediktiner. Durch seine Namenwahl hat er sein Pontifikat unter das Patronat des Hl. Benedikt gestellt.

Scheint es mir doch so, dass unser geliebter Heiliger Vater sich nun, im Hören und Schweigen auf jeder letzten Stuife der Demut befindet, nachdem er, oft gegen seinen eigenen Willen gedient hat, ganz im Gehorsam zum Nachfolger Petri (JPII) und dem Herrn. Und dann, zum Schluss, wie er gestern selber gesagt hat- ohne Privatsphäre, weil “der Papst allen gehört”. Er, der den Hl. Benedikt als Patron für sein Pontifikat gewählt hat, der einfache Arbeiter im Weinberg Gottes, er hat sich diese Regel sicherlich sehr verinnerlicht und darf uns heute leuchtendes Beispiel sein für ein Leben nach der RB unter der Führung des Evangeliums

Und nun, am Ende seines Pontifikates kehrt er zu dem zurück, was Ursprung und Quelle des christlichen Glaubens ist: Zum Hören auf Gott. Ganz in die Beziehung mit IHM, in die Kontemplation.

Danke Heiliger Vater Benedikt XVI – Du wirst mir immer leuchtendes Beispiel sein. Für mein Leben als Katholikin, für mein “benediktinisches” Leben. 

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