Mittwoch nach Epiphanie – das Evangelium der Brotvermehrung Mk 6,34-44.

Weiter unten habe ich einen Kommentar in voller Länge zum Nachlesen, er ist dem KKK entnommen.

Ein wirklich wunderschöner Text zum Thema Brot des Lebens.

Sicherlich ist die Eucharistie DAS Brot des Lebens, in dem sich der Herr uns selber schenkt.

Ich möchte aber noch einen weiteren Gedanken aufgreifen, den unser Diakon uns einmal mitgegeben hat.

“Wir sollen das Wort Gottes essen”. Es kauen.

Nicht umsonst ist auch das Wort Gottes nach unserer Auffassung “Nahrung”

Und so hat Brotvermehrung neben den anderen typischen Gedanken von Gerechtigkeit auf der Welt und sozialer Verantwortung auch noch einen weiteren Aspekt:

Wie gehen wir mit dem Wort um? Wie vermehren wir das Wort?

Indem wir es betrachten, aber auch indem es in unserem Leben und durch unser Leben sichtbar und offenbar wird. Und nur so kann es sich vermehren. Indem wir es mit(-teilen) und vorleben.

Eine Art der Brotvermehrung, wo ich als Laie in besonderer Weise gefragt bin. Sicherlich lebe auch ich aus der Kraft der Eucharistie, und die Eucharistie hat mit Sicherheit einen großen Sendungsauftrag. Aber für mich wird es in diesem “Wort vermehren” besonders sichtbar.

Immer wieder begegnet mir das Wort als Wort des Lebens auf meinem Weg. Zuerst bei den Foccolari, dann bei der geistlichen Familie vom Kostbaren Blut, und auch auf der Fazienda da Esperanza.

Und dieses Wort, es verändert und ändert.

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Evangelium Tag für Tag hat heute folgenden Text als Kommentar:

 

Katechismus der Katholischen Kirche, § 1373-1380

 

„Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern“

„Christus Jesus, der gestorben ist, mehr noch: der auferweckt worden ist, sitzt zur Rechten Gottes und tritt für uns ein” (Röm 8,34). Er ist in seiner Kirche auf mehrfache Weise gegenwärtig [Vgl. Mt 25,31-46]: in seinem Wort, im Gebet seiner Kirche, „wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind” (Mt 18,20), in den Armen, den Kranken, den Gefangenen [Vgl. LG 48], in seinen Sakramenten, deren Urheber er ist, im Meßopfer und in der Person dessen, der den priesterlichen Dienst vollzieht, aber „vor allem unter den eucharistischen Gestalten” (SC 7).

Die Weise der Gegenwart Christi unter den eucharistischen Gestalten ist einzigartig… Im heiligsten Sakrament der Eucharistie ist „wahrhaft, wirklich und substanzhaft der Leib und das Blut zusammen mit der Seele und Gottheit unseres Herrn Jesus Christus… enthalten” (K. v. Trient: DS 1651). Diese „Gegenwart wird nicht ausschlußweise ‚wirklich‘ genannt, als ob die anderen nicht ‚wirklich‘ seien, sondern vorzugsweise, weil sie substantiell ist; in ihr wird nämlich der ganze und unversehrte Christus, Gott und Mensch, gegenwärtig” (MF 39)…

Die Verehrung der Eucharistie. Wir bringen in der Meßliturgie unseren Glauben, daß Christus unter den Gestalten von Brot und Wein wirklich zugegen ist, unter anderem dadurch zum Ausdruck, daß wir zum Zeichen der Anbetung des Herrn die Knie beugen oder uns tief verneigen. „Die katholische Kirche erweist der heiligen Eucharistie nicht nur während der heiligen Messe, sondern auch außerhalb der Meßfeier den Kult der Anbetung, indem sie die konsekrierten Hostien mit größter Sorgfalt aufbewahrt, sie den Gläubigen zur feierlichen Verehrung aussetzt und sie in Prozession trägt” (MF 56)… Es hat einen tiefen Sinn, daß Christus in dieser einzigartigen Weise in seiner Kirche gegenwärtig bleiben wollte. Weil Christus seiner sichtbaren Gestalt nach die Seinen verließ,… wollte er, daß wir das Zeichen des Gedächtnisses der Liebe bei uns haben, mit der er uns „bis zur Vollendung” liebte (Joh 13, 1), bis zur Hingabe seines Lebens. In seiner eucharistischen Gegenwart bleibt er geheimnisvoll in unserer Mitte als der, welcher uns geliebt und sich für uns hingegeben hat [Vgl. Gal 2,20.], und er bleibt unter den Zeichen gegenwärtig, die diese Liebe zum Ausdruck bringen und mitteilen.

 

 

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Mk. 3, 31-35 :29.1.2013 Evangelium des Tages mit Kommentar Irenäus

Evangelium nach Markus 3,31-35. 
Da kamen seine Mutter und seine Brüder; sie blieben vor dem Haus stehen und ließen ihn herausrufen.
Es saßen viele Leute um ihn herum, und man sagte zu ihm: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und fragen nach dir.
Er erwiderte: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder?
Und er blickte auf die Menschen, die im Kreis um ihn herumsaßen, und sagte: Das hier sind meine Mutter und meine Brüder.
Wer den Willen Gottes erfüllt, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.

 

Kommentar zum heutigen Evangelium 
Hl. Irenäus von Lyon (ca. 130 – ca. 208), Bischof, Kirchenlehrer und Märtyrer
Gegen die Irrlehren III, 21.9-22.1; vgl. SC 211

 

Unsere Liebe Frau vom Ja: sie, die den Willen Gottes getan hat

Gott hatte geschworen, es werde aus dem Stammbaum Davids der ewige König hervorgehen, in dem alles vereint werde, was im Himmel und auf Erden ist (Ps 132,11; Eph 1,10). Gott hat also das Werk, das er im Anfang geschaffen hatte (Gen 2,7), weitergeführt… Und wie Adam, der erste Mensch, aus unberührter jungfräulicher Erde geformt wurde… und wie er durch die Hand Gottes seine Gestalt empfing – nämlich durch das Wort Gottes, „durch das alles geworden ist“ (Ijob 10,8; Joh 1,3) –, so ist das Wort aus der jungfräulichen Maria geboren worden, das Wort, das eine Art Neuauflage Adams darstellt… Warum hat Gott nicht wieder Lehm verwendet? Warum hat er sein Werk aus Maria hervorgehen lassen? Er wollte, dass das so entstandene Werk nicht anders, sondern genauso wie das erste sein sollte: zwar erlöst aber doch gleich, eine Neuauflage des ersten unter Wahrung der Abbildhaftigkeit.

Wer behauptet, dass Christus nichts von der Jungfrau geerbt hat, der irrt. Er will die Vererbung dem Fleisch nach verwerfen, aber nimmt damit auch das Sich-Änhlichsein nicht zur Kenntnis; man könnte dann nicht mehr sagen, dass Christus dem Menschen ähnele, der nach dem Bild und Gleichnis Gittes geschaffen ist (Gen 1,27). Das würde bedeuten, dass Christus nur scheinbar erschienen ist und nur vorgab, ein Mensch zu sein, oder dass er Mensch geworden ist, ohne etwas vom Menschen für sich zu übernehmen. Wenn er nicht das substantielle Fleisch eines menschlichen Wesens angenommen hat, dann ist er weder Mensch noch Menschensohn geworden. Und wenn er nicht das geworden ist, was wir sind, dann spielen seine Schmerzen und sein Leiden keine große Rolle… Das Wort Gottes ist also wirklich Mensch geworden, er hat in sich das Werk wieder aufgenommen, das er geschaffen hatte… Im Brief an die Galater stellt der Apostel Paulus in aller Klarheit fest: „Gott hat seinen Sohn gesandt, geboren von einer Frau“ (4,4).

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Markus 3,3–5a: 23.1. 2013:

Markus 3,3–5a
Jesus sagte zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und stell dich in die Mitte! Und zu den anderen sagte er: Was ist am Sabbat erlaubt: Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder es zu vernichten? Sie aber schwiegen. Und er sah sie der Reihe nach an, voll Zorn und Trauer.

Kommentar zum heutigen Evangelium
Hl. Hilarius (um 315 – 367), Bischof von Poitiers und Kirchenlehrer
Abhandlung über Ps 92,3; PL 9, 459
Jeden Tag wird alles vom Sohn geschaffen, denn der Vater tut alles im Sohn

Alle, ohne Ausnahme, waren gehalten, am Sabbat nicht zu arbeiten und aus dem Nichtstun neue Kraft zu schöpfen. Wie konnte also der Herr den Sabbat brechen?… Die Werke Gottes sind wahrhaftig groß: er hält den Himmel in seiner Hand, versorgt die Sonne und die anderen Gestirne mit Licht, schenkt den Pflanzen der Erde Gedeihen, hält den Menschen am Leben… Ja, alles im Himmel und auf der Erde ist und bleibt im Dasein durch den Willen Gottes des Vaters; alles kommt von Gott und wird durch den Sohn ins Dasein gerufen. Er ist tatsächlich Haupt und Beginn von allem; in ihm wurde alles erschaffen (Kol 1,16-18). Alle Fülle ist in ihm, und aus ihr hat er, weil es seiner ewigen Macht so gefiel, alles geschaffen.

Wenn nun Christus in allem wirkt, so notwendigerweise durch das Wirken dessen, der in Christus handelt. Deshalb sagt er: „Mein Vater ist noch immer am Werk und auch ich bin am Werk“ (Joh 5,17). Denn alles was Christus tut, der Sohn Gottes, in dem Gott Vater wohnt, ist das Werk des Vaters. So wird jeden Tag alles vom Sohn geschaffen, denn der Vater wirkt alles im Sohn. Christi Wirken vollzieht so also alle Tage. Und ich bin der Meinung, dass Naturgesetze, Körperbau, das Werden und Wachsen allen Lebens dieses Wirken bezeugen.

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