Frükommunion – Gründe, Nebenschauplätze und Persönliches

Morgen wird meine 8-jährige Tochter die erste Heilige Kommunion empfangen. 1 Jahr vor der allgemeinen Erstkommunion.

Ein  guter Moment für mich, um über dieses Thema nachzudenken.

Ich möchte mit dem “Nebenschauplatz” beginnen. Mit dem, warum ich mir damals, bei meinem Großen überlegt habe, ihn am Gründonnerstag vor der Erstkommunion zur Frühkommunion gehen zu lassen (was ich dann aus persönlichen Gründen nicht getan habe). Nebenschauplätze, das sind für mich leidige Diskussionen über die Vorbereitung, Diskussionen ob Realpräsenz oder nicht (man stelle sich das einmal vor)… Das Ganze drum Herum… Kutte, Kleid und Anzug. Und auch, dass die Kinder so enorm aufgeregt sind… Und die erste Frage in der Schule lautet von den Freunden: “Was hast Du geschenkt bekommen” (was übrigens echt Unsummen sind). Und mit dieser Frage ist sicher nicht die Begegnung mit Jesus gemeint….

All diese Nebenschauplätze wollte ich schon bei meinem ersten Kind umgehen. Konnte es aber nicht. Sicher spricht einiges FÜR die gemeinsame Erstkommunion. Und meine Kinder werden -so Herr Statdtpfarrer es erlaubt, dann auch die reguläre Vorbereitung mit der Klasse machen, denn dann geht es um “Gemeinschaft”… die meine Kinder auch erfahren sollen. Aber nicht in erster Linie. In erster Linie geht es um eine andere Gemeinschaft.

Und warum konkret sind 2 meiner 4 Kinder nun zur Frühkommunion (ab morgen)?

Nun, bei meinem kleinen Sohn war es die Krankheit. Es war für mich als Mutter sehr wichtig, dass er die Eucharistie erhält, als Wegzehrung… als Heilung… – denn wir wussten nicht, ob er seine Krankheit überlebt… Er hatte auch die Krankensalbung bekommen und ich musste zweimal um die Frühkommunion bitten… Warum? Weil die Eucharistie Mitte und Quelle des christlichen Lebens ist… Man mag frage: Hätte es nicht die Krankensalbung getan? Ist das nicht das Sakrament für diese Situation. Ja und nein. Da ging es für mich auch um meine persönliche Erfahrung, und vor allem, dass ich als Mutter immer die Gewissheit haben konnte, alles getan zu haben… Wenn ich heute entscheiden sollte… Ich würde es wieder so machen… Er hat überlebt. Und zwar nur dank der Hilfe Gottes. Die Frage ist nicht: Welches Sakrament hat geholfen… sondern die Tatsache, dass Gott ihn am Leben erhalten hat. Sicher haben die Ärzte alles getan, aber zum Schluß, da lag es wirklich nur in Gottes Hand. Und all die schweren Dinge im künstlichen Koma, die Halluzinationen, der Methadon entzug… Was bin ich froh, die Schätze der Kirche für mein Kind in Anspruch genommen zu haben…

Wenn ich ihn heute anschaue…. So wie er das verkraftet hat… Ich denke nicht, dass er ohne die ilfe des Herrn so da stehen würde. Er darf jeden Sonntag Jesus begegnen, und ich bin dankbar dafür. Denn die Wunden, die diese Zeit geschlagen haben, sie dürfen heilen… Woche für Woche… Tag für Tag…. Der, der ihn ins Leben gerufen hat, der, der ihn am Leben erhalten hat – er begleitet ihn, schützt ihn….

Und die Tochter? Die Tochter musste viel erleben in ihren 8 Jahren… Viel schmerzhaftes… Und ja, es gibt und gab Probleme… die neuerdings sogar mithilfe von Psychotherapie bearbeitet werden. Ich will nicht sagen, dass Psychotherapie falsch ist, aber ich bin da ein gebranntes Kind. Und ich spüre, es geht bei meinem Mädchen um Wunden und Verletzungen… Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass man das nicht “wegtherapieren” kann. Das kann nur Gott… und so habe ich den Pfarrer gefragt, ob er eine Frühkommunion erlauben würde. Einfach, weil ich daran glaube, dass in diesem Sakrament Heilung geschieht. Und sicher auch, weil meine Tochter eine so grosse Sehnsucht danach hatte. Ich bin dankbar, einen Pfarrer zu haben, der da sofort zugestimmt hat, und einen Kaplan, der meine Tochter auf diesem Weg begleitet.

So schreibe ich dies in freudiger Erwartung des morgigen Tages und voller Dank für meine Priester hier vor Ort, die die Familie begleitet haben und begleiten.

Voller Dank an Jesus, der uns die Kirche geschenkt hat, aus deren reichem Schatz wir schöpfen dürfen.

Und voller Dank und Lobpreis vor dem Herrn, der uns sich selber ganz schenkt… um uns zu begegnen und zu heilen….

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Beichte – Neuanfang

Mal abgesehen davon, was in der Beichte geschieht, an Vergebung, an Heilung durfte ich heute eine wunderbare Erfahrung machen…

Beichte als Neuanfang. Das war so krass. Das Thema, das sich in der Beichte als so grosses Problem dargestellt hat – hatte mit einer lange nicht beantworteten e-mail zu tun – nachdem ich das in der Beichte so annehmen konnte, da hat mein handy gepiept und die e-mail war da…

Das ist richtig krass…

Und auch im Gebetsleben – wahnsinn, ich hatte so einen “Hänger” in meinem Gebetsleben, wollte immer, konnte mich aber nicht aufraffen – dieses “gelähmt” sein innerlich ist verschwunden.

 

Halleluja

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Über die Eucharistie (Josemaria Escrivá)

Die Eucharistie ist ein Geheimnis des Lichtes (…). Sie ist das Licht Christi, das jeden Augenblick unseres Daseins zu erleuchten vermag: die gute getane, nicht selten von Unlust begleitete Arbeit, das Familienleben mit seinen Freuden und Sorgen, das gesellschaftliche Umfeld, Zeiten der Entspannung, sowie Zeiten der Krankheit…! Denn in allem können wir Gott begegnen, wenn es uns gelingt, das ganze Leben “wesenhaft und ganz und gar! , zu einem eucharistischen Leben ” weden zu lassen.

(Im Feuer der Schmiede, Josemaria Escrivá, Punkt 826)

… Was eine schöne Vorstellung, was ein wunderbares Ziel. Gebe Gott mir und allen Menschen seine Gnade dazu.

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