Wo ist Dein Herz? zum Evangelium vom verlorenen Sohn

Diese Frage ist es, die hängenblieb von der Predigt am heutigen Tage.

Die Frage an den älteren Sohn.

Ja, ich bin ja da… irgendwie…

Gehe zur Messe, lese christliche Literatur.

Aber wo ist mein Herz? Worauf hin lebe ich?

Das ist eine Frage, die mir mein Patron, der Hl. Johannes Maria Vianney immer wieder stellt.

Wo ist mein Herz?

Im www? Bei dem was ich “habe”, oder bei dem “was ich darstelle”?

Asche über mein Haupt – ja manchmal.

Und wie glücklich bin ich, wenn ich die kleine schlichte Medaille an meiner Kette spüre. Das erste mal, dass ich überhaupt etwas zu meinem Kommunionkreuz dazu gehängt habe.

Immer wieder frage ich mich- was ist wichtig im Leben. In meinem Leben.

Und diese Frage heute: “Wo ist dein Herz”, die lässt das Ganze nochmal eine Schicht tiefer beleuchten.

Ich bin beim Herrn. Mit dem was ich tue, mit dem was ich lese, mit meinem Mund…

Aber bin ich dort, wo es drauf ankommt, mit dem Herzen bei IHM?

Heute in der heiligen Messe war einmal wieder so ein Moment.

Da Habe ich mich gefühlt, wie der verlorene Sohn bei Rembrandt. Ist ja egal, welcher Sohn nun. Aber mit dem Kopf am Herzen des Vaters. Die Hände des Vaters auf der Schulter.

Vaterbeziehung ist schwer für mich. Und doch hat diese Predigt heute eine andere Sichtweise ermöglicht.

Ich darf das Fest versöhnt mit ihm feiern. Darf versöhnt Eucharistie feiern.

Ich sehe den Vater nicht. Aber durhc das Opfer des Sohnes darf ich in der Eucharisie auch dem Vater begegnen.

Was bisher pure Theologie war, das durfte ich ansatzweise erahnen. Dank der wunderbaren Predigt, die dem voranging, und vor allem dank des Opfers des Sohnes und der Gnade des Vaters.

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Predigt von Padre Michael zu Papstwahl

Unser Pfarrer hat eine wunderschöne Predigt gehalten- an einem Werktag :-)

Kurz – prägnant und richtig gut

Ich möchte Euch hier den Sinn wiedergeben, an den genauen Wortlaut kann ich mich nicht mehr erinnern.

 

“In Deutschland wird zur Zeit viel spekuliert. Wie soll er sein, der neue Papst. Die Deutschen vergessen hierbei nur, dass sie in der Weltkirche eine verschwindend geringen Prozentsatz ausmachen, und dass nicht die Kirche in Deutschland, sondern die Weltkirche im Blick steht.

Einen “Schwarzen” wünschen sich viele. Man ist ja soooo weltoffen und tolerant.

Aber : Wehe Euch, es wird ein Schwarzer.

Denn in den Meisten Teilen der Welt werden diese Themen, die hier so heiss in der Diskussion stellen überhaupt nicht in Frage gestellt.

Zölibat, Homoehe, Frauenpriestertum sind in den meisten Ländern Asiens, Lateinamerikas und Afrikas kein Thema.

Wehe Euch, es wird ein Schwarzer – der ist dann vielleicht sogar noch vermeintlich konservativer, als Benedikt der XVI.

In Afrika wird zum Teil noch mit Zelebrationshandschuhen die Mese gefeiert. Bei 30 Grad im Schatten. Und manchmal sogar noch im alten Ritus.

Beten wir lieber um den Heiligen Geist, für Benedikt XVI und für die Kardinäle, dass sie einen guten Nachfolger Petri für die Weltkirche wählen”

Da darf ich dankbar sein, in meiner Ortskirche einen Priester zu haben, der den Mut hat, solche klaren Worte zu sprechen .

Danke

 

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