Fotolia_64392192_S

Stabilitas- Stabilitas loci – mein benediktinischer für 2015 sein wird.Jahresrückblick

Also die Stabilitas ist vielleicht das Wort, das ich rückblickend auf 2014 für mich am meisten “verändert” hat :-)

Also eine “veränderte Stabilitas” *g*

Am Anfang hat mich das irre abgeschreckt, die stabilitas loci im benediktinischen Sinne.

Ich konnte mir gut vorstellen, benediktinisch zu leben, aber vielleicht in einer benediktinischen Familie, ähnlich er Form der franziskanischen Familie, nur eben benediktinisch.

ALs ich gestern in Niederaltaich war ist mir klar geworden, wie wichtig die stabilitas loci für mich im vergangenen Jahr geworden ist.

Ein “bleiben” – nicht wegrennen, wenns mal schwieriger wird….

Ein mich fest machen.Am Herrn, an der Regel, aber auch an einer Gemeinschaft. Heimisch werden, vertraut werden. Verwurzelt werden. Ich kann mir das nirgens anders mehr vorstellen, das wurde mir im letzten Jahr ganz klar.Und mir wurde auch bewusst, wie wichtig auch der Ort dafür ist.

Wenn ich von der A3 aus die beiden Türme sehe, dann hat das was von “Heimkommen”…

Un dann das Kloster… erst mal “luft holen”….

Mhhhhhhh

Stabilitas loci. – Ein Wort, das ich hier in der Gemeinde brauche. Und was wohl mit eine Herausforderung  für 2015 wird.

Will ich das wirklich? Also hier leben? Ja klar, denn wenn ich mich auf diese Regel verpflichte, dann ganz. Und dann heisst es “ernst meinen”. Im Alltag. Immer schön mit “Maß” – das ist wohl das andere aus dem benediktinischen, was mich immer wieder bewegt hat 2015….

Aber zurück zur stabilitas….

Stabilitas auch in dem was ich TUE. Die Novitiatszeit war und ist eine Zeit des “Ausprobierens”. In vieler Hinsicht. Mich einlassen, auf etwas, was ganz neu für mich ist, mit meinen charismatischen Wurzeln….

Mit blog, mit Tagebuch, mit Stundengebet. Sicher wird es immer ein Weg bleiben, und doch ist es für mich im letzten Jahr wichtig gewesen zu probieren, was hilft, wie ist es lebbar, usw.

Da muss ich dran arbeiten. Mehr dran zu bleiben. also wieder “bleiben”. Das Lesen der Regel, die lectio, das Gebet.Alles Dinge, die mal mehr, mal weniger funktionieren, aber doch noch mehr Kern und Mittelpunkt werden dürfen…..

Stabilitas… mit meiner Vorgeschichte und Diagnose absolut das, was ich brauche. Und die ultimative Therapie.

Und eigentlich ist es ein anderes Wort für “Treue”.

Immer noch unsortierte Gedanken, die aber im Herzen langsam wirksam werden und weiter wachsen dürfen.

Stabilität geben – Rahmen geben. passt ja auch gut zum morgigen Abschnitt der regula :-)

Soweit für heute, denn ein anderer “Rahmen” beginnt morgen wieder -Schulalltag :-)

Click on any of these buttons to help us to maintain this website.      

RB DIENEN. Abt. Regel

7.Januar – 8.Mai – 7. September

 

RB 1, 1-5

 

Wir kennen vier Arten von Mönchen.

Die erste Art sind die Koinobiten: Sie leben in einer klösterlichen Gemeinschaft und dienen unter Regel und Abt.

Die zweite Art sind die Anachoreten, das heißt Einsiedler. Nicht in der ersten Begeisterung für das Mönchsleben, sondern durch Bewährung im klösterlichen Alltag

und durch die Hilfe vieler hinreichend geschult, haben sie gelernt, gegen den Teufel zu kämpfen.

In der Reihe der Brüder wurden sie gut vorbereitet für den Einzelkampf in der Wüste. Ohne den Beistand eines anderen können sie jetzt zuversichtlich mit eigener Hand und eigenem Arm gegen die Sünden des Fleisches und der Gedanken kämpfen, weil Gott ihnen hilft.

 

Was heisst das heute für mich? 2015? Jetzt? Ein Jahr, nachdem ich für mich den ersten Impuls aufgeschrieben habe?

DIENEN, das ist das Wort, das mich aufrüttelt, und was ein bisserl zu kurz kam. Dienen in einer Gemeinschaft. Unter Regel und Abt. Wie also beeinflusst die regel meinen Dienst, bzw. das Wort Gottes?

Und ganz aktuell nehme ich nochmal Bezug zum Vorjahr, in dem ich dazu schrieb: “… Abt… kann auch Priester vor Ort sein…..”

Wie gut, dass es die Regel gibt, sie zeigt mir doch meine Schwachpunkte ganz deutlich auf.

In diesem Jahr möchte ich die RB etwas “weiter” lesen. Also für mich, was es für mich heisst, ganz persönlich, jetzt, hier und heute.

Im letzten Jahr war es eine Überlegung: “Was KANN” es heissen. In diesem Jahr dann mehr: Was mach ich jetzt konkret damit?

 

Click on any of these buttons to help us to maintain this website.      

Wow, fast ein Jahr Pause

… ist es tatsächlich schon wieder so lange her? Wahnsinn. Fast zeitgleich mit meinem Start bei Tupperware.

Da sehe ich mal, wieviel Zeit ich früher hatte :-)

Nun ja, vor lauter arbeiten kamen einige Dinge zu kurz im letzten Jahr und es darf wohl ein Vorsatz für 2015 sein, hier das “Maß” zu finden….

Nun habe ich ein Jahr in meine Karriere investiert.

Was hat es mir gebracht?

Viel …viel was mit Schwerkraft zu tun hat :-/

Große Erfolge, viel Bestätigung…

Und doch – irgendwas musste ja zu kurz kommen. Mal abgesehen vom blog, der nicht wirklich wichtig ist.

Die Kinder? ich hoffe, dass wir einen guten Weg gefunden haben miteinander, uns bestimmte highlights zu erhalten. Die Quantität ist vielleicht nicht mehr so gegeben, dafür hoffe ich, dass wir an Qualität gewonnen haben…

Was definitiv auf der Strecke geblieben ist ist Gott. Der unscheinbare Gott, der im verschwebenden Schweigen ist. Der Gott, der sich nicht aufdrängt….

Der Gott, von dem ich sicher sein darf, dass er trotz allem in diesem Jahr bei mir war.

Mein Gott, auf den ich wieder mehr schauen möchte.

Der Gott, der mir im letzten Jahr mehr Gewissheit denn gelebte Erfahrung war.

Der Gott, dem allein ich alles zu verdanken habe.

Ich habe gesehen, was geschieht, wenn ich meinen Blick nicht mehr gerade auf IHN zu habe, was Ablenkungen und Verlockungen der Welt mit sich bringen…

Es IST eine Versuchung und doch weiss ich im Innern, dass nur ER allein mein Heil ist.

Missachtung, Verletzungen und Differenzen, das war so im Großen und Ganzen das was an Gemeindearbeit rauskam.

Anerkennung, Lob und Spass war das was mein letztes Jahr geprägt hat. Natürlich auch aus Sorge um die Familie, aber der Nebeneffekt ist eben immer mehr aus dem “neben” in die Mitte gerückt.

Und es geht, vor allem für mich, als Kandidatin für die Oblatengemeinschaft darum, hier den Weg Benedikts neu zu erlernen… Das rechte Maß.

Eines habe ich bei Tupperware gelernt: “Ziele öffentlich machen” – das hilft manchmal…

Und so ist mein Ziel für 2015 definitiv das “rechte Maß”……

Click on any of these buttons to help us to maintain this website.      

Allem voran und zuerst die Liebe

 

1-kor-13-DSCN8733_2497

Über 40 Mal kommt das Wort Liebe / lieben  in der Regula vor.

Ich habe den typischen benediktinischen “Schlagwörter”: ORA, LABORA, LEGERE auch im Menü das AMORE vorangesetzt.

Weil alles mit Liebe gemacht werden sollte. D

 

as Gebet, die Arbeit und die Lesung.

Ich habe beim Spazierengehen heute überlegt, wie schwer ich mir momentan mit dem ORA tue, mit dem vorgefertigten und vorgegebenen Gebet. Das Labora, gut, da muss ich meine Aufgabe erfüllen, manchmal eher schlecht als recht.

Wie also kann mein Gebet aussehen? Und da spürte ich im Herzen, dass jedesmal, wenn ich den Kindern Liebe gebe, auch wenn es mich manchmal eine Entscheidung für

 

die Liebe kostet, und gerade dann- dann mag dieser Akt der Liebe wohl genauso gelten wie ein Gebet.

Und das hat mir nochmal deutlich gemacht worauf es für mich ankommt. Die Regel im Alltag zu leben. Nicht darauf wieviel ich am Tag gebetet habe, auch nicht darauf, wie sauber oder schmutzig der Fussboden ist. Sicher sind das wichtige Bestandteile, die ich alle um der Liebe zu Christus willen erfüllen möchte.

Aber wie kann ich denn RB 4,21 “Der Liebe zu Christus nichts vorziehen” verwirklichen? Indem ich die Menschen liebe die Christus mir anvertraut hat.

Ich denke, bevor ich mir Gedanken über gebetete oder nicht gebetete Psalmen machen sollte ich mir Gedanken um Momente machen, in denen ich geliebt habe, oder eben nicht. So ist das wohl auch ein focus in nächster Zeit für mich in der Umsetzung der RB. Lieben. Nicht lieben in Arbeit, nicht Lieben in Gebet- also schon, aber nicht primär.

Sondern lieben in der Familie. Geduldig und liebevoll sein mit den Kindern. Manchmal einen Ärger hinunterschlucken. Trotz des Alltagsstresses eben nicht die Nerven verlieren, sondern zuerst zu lieben. Meinen Mann zu lieben, nicht immer auf seinen “Macken” rumreiten. Ihm ein gutes Wort mehr schenken jeden Tag. All diese kleinen Blumen der Liebe sammeln zu einem Strauß. Und wenn ich am Abend dem

Herrn einen schönen Straß Liebe bringen kann, so mag das wohl genauso zählen wie ein Strauß Gebete

8614825-schoner-lily-strauss-mit-herzen

Click on any of these buttons to help us to maintain this website.      

Josefmaria Escrivá – Nachtrag zum 10.Jahrestag der Heiligsprechung

Gestern war der 10. Jahrestag der Heiligsprechung des Gründers von Opus Dei.

Der Hl. Josefmaria ist einer meiner Lieblingsheiligen.

Ist doch neben der Eucharistieverehrung die Heiligung des Alltags ein wesentlicher, wenn nicht gar DER wesentliche Bestandteil der Spiritualität.

Wenn man “Opus Dei”hört mögen da im Hinterkopf noch manchmal irgendwelche dubiosen und seltsamen Gedanken sein, wer sich aber mit der Spiritualität auseinandersetzt wird vielleicht merken, wie “modern” dieser Weg ist.

Ja, in manchen Punkten erinnert er mich sogar an den Weg der Therese von Lisieux. Denn es geht um die kleinen Dinge im Alltag.

Die Berufung zur Heiligung des Alltags und der Arbeit, auf der Grundlage des Gebetes.

Hier muss ich spontan an das Ora und Labora denken.

Die Regel des Heiligen Benedikt von Nursia ist alt, hat sich bewährt und ist heute so aktuell wie eh und je. Der kleine Weg der Heiligen Therese ist ein Weg, der die Heilige selber zur Kirchenlehrerin erhoben hat.

Das was mir an Josefmaria so sehr gefällt, ist, dass ich all das, was meine eigene Spiritualität ausmacht, dass ich dort viele ganz praktische Beispiele bekomme, in einer relativ einfachen und modernen Sprache.

So kann mir die Lektüre von Josefmaria auch helfen, den benediktinischen Weg im Alltag konkret werden zu lassen.

Einen guten Artikel über den Heiligen erschien gestern auf kath.net

Click on any of these buttons to help us to maintain this website.      

Meine Jahresheilige – Therese von Lisieux

Als ich dieses Jahr meine Jahresheilige gezogen habe, da dachte ich: “Mist. Nie krieg ich einen Heiligen, den ich mag.”

Es ist ja nicht so, dass Therese eine Unbekannte wäre.Ich habe auch Bücher über sie. Aber so richtig “warm” bin ich nicht mit ihr geworden. Weil sie eine “unbequeme und anstrengende” Heilige ist. Andererseits – als ich so darüber nachgedacht habe – mein persönlicher Patron, der Heilige Johannes Maria Vianney ist jetzt ja auch nicht unbedingt “bequem”. – Welcher Heilige ist das überhaupt?

Diese Jahresheilige ist wie ein Wink mit dem Zaunpfahl. Nach einem eher “flachen” Jahr, was Glaube und Spiritualität angeht ist diese Heilige eine Herausforderung, im nächsten Jahr wieder konkreter zu werden. Nägel mit Köpfen zu machen.

Und es passt auch ganz gut zu dem vielleicht beginnenden Probejahr als Benediktineroblatin.

Nix mehr Ausreden, nix mehr schummeln. Konkret durch die Führung des Evangeliums leben. Das ist der Auftrag eines Benediktineroblaten. Und das ist das, was die Hl. Therese – immerhin Kirchenlehrerin – gelebt hat.

So mache ich mich also auf den Weg der konkreten Nachfolge.

 

 

Click on any of these buttons to help us to maintain this website.