RB 7,60-61: Die elfte Stufe der Demut (8.Februar, 9. Juni, 9. Oktober )

  1. Die elfte Stufe der Demut: Der Mönch spricht, wenn er redet, ruhig und ohne Gelächter, demütig und mit Würde wenige und vernünftige Worte und macht kein Geschrei,
  2. da geschrieben steht: “Den Weisen erkennt man an den wenigen Worten.”
Eine stille Freundlichkeit sollen wir ausstrahlen, so schreibt Johanne Domek in ihrem Buch Benediktinische Impulse
Würde, das ist ein großes Wort. Das ist etwas, da denke ich, das schaffe ich persönlich vielleicht annähernd irgendwann einmal mit viel, viel Übung. Nicht umsonst ist es die neunte Stufe. Das hat etwas vom “Ruhen in sich selber”. Nur dadurch, und nur von Innen heraus, wenn der Herr auf dem Thron meines Herzens sitzt, wenn mein Herz zum Altar wird, dann ist es möglich, diese Würde und Ausstrahlung zu leben und zu transportieren… Ein Aufruf, mich immer wieder nach innen zu wenden.
Click on any of these buttons to help us to maintain this website.      

RB 7,59: Die zehnte Stufe der Demut (7. Februar, 8.Juni, 8.Oktober)

Die zehnte Stufe der Demut: Der Mönch ist nicht leicht und schnell zum Lachen bereit, steht doch geschrieben: “Der Tor bricht in schallendes Gelächter aus.”

Was ist damit gemeint? Lachen ist an sich doch etwas Gutes, oder? Besser Lachen, als Weinen. Viele Heilige schätzen die Freude und das Lachen. In den Psalmen wird von Jauchzen und Klatschen berichtet.

Aber das ist damit wohl eher nicht gemeint. Dieses Lachen, vor allem das laute lachen… hat es nicht manchmal mit Unsicherheit zu tun? Und- was Gott bewahre, und doch ab und an vorkommt – mit “über jemand lachen” oder “auslachen”?

Lachen, das aufgesetzt ist, auf Kosten anderer geht, unnatürliches Lachen, unechtes Lachen, vorgetäuschte Fröhlichkeit… All das ist wohl damit gemeint. Nicht umsonst ist dieser Regeltext um diese Zeit :-) Denn es ist eine Zeit, in der durch Fasnet (karneval, Fasching) doch so vieles “aufgesetzt” und ungut ist im Namen der Freude und des Spasses.

Nein, eine Spassangelegenheit ist die Nachfolge nicht.

Aber eine freudige. Und so ist Lachen und Fröhlichkeit, aber vor allem ein freundliches Lächeln Teil des christlichen Lebens.

Und das sollte uns unterscheiden, vom Lärm des Lachens der Welt….

Click on any of these buttons to help us to maintain this website.      

RB 7,56-58: Die neunte Stufe der Demut (6.Februar, 7.Juni, 7. Oktober)

Kapitel 7 – Die Demut

  1. Die neunte Stufe der Demut: Der Mönch hält seine Zunge vom Reden zurück, verharrt in der Schweigsamkeit und redet nicht, bis er gefragt wird.
  2. Zeigt doch die Schrift: “Bei vielem Reden entgeht man der Sünde nicht.”
  3. “Der Schwätzer hat keine Richtung auf Erden.”
Wie gut kenne ich das von mir… “Mitteilungsbedürfnis”… Vielleicht auch: “Ich bin wer,ich habe was zu sagen”…
Und wie oft denke ich hinterher: “Da hätte ich lieber mal meinen Mund gehalten”.
Worte haben Kraft und Macht. Sowohl im Positiven, als auch im Negativen Sinn.
Dieser Abschnitt der Regel lädt mich ein, innezuhalten.
Ein Sprichwort sagt: “Erst denken, dann reden”.
Oder “Reden ist Silber, Schweigen ist Gold”….
Ein wichtiger Aspekt daran ist für mich das Schweigen vor Gott.
Ich war hier in der Pfarreiengemeinschaft in der ewigen Anbetung.Die ging von 16:30 bis 19:00.
Es gab keine 10 Minuten Stille in der Zeit. Sicher, es wurden Andachten gebetet, Rosenkranz gebetet, alles schön und gut.
Aber es war keine Zeit, mit Gott ins Gespräch zu kommen.
Mein geistlicher Begleiter hat einmal in einer Predigt gesagt, wir sollen lerne, auf die Stille zu hören, und wir werden Dinge hören, die wir noch nie gehört haben.
Ein weiser Ratschlag. Wann immer ich es schaffe, in der Stille vor Gott auszuharren beschenkt er mich so reich. Aber dazu muß ich erst einmal mein Herz und meine inneren Ohren öffnen.
Click on any of these buttons to help us to maintain this website.      

Alte Schätze neu entdeckt-Die Regel des Hl. Benedikt

… da stand sie, jahrelang im Bücherregal, eingeordnet unter dem Label “Heilige”. Irgendwo neben den confessions des Hl. Augustinus.
Na ja, Benediktusregel, das war eines der Bücher, von denen ich mir immer eingebildet habe, dass “frau” sie UNBEDINGT haben muss. Sozusagen “Allgemeinbildung”.

Hat man halt. War auch die Kostengünstige Version.

Aber über ein “Durchblättern” kam ich nie hinaus… War irgendwie nicht so mein Ding.

Und nun? Nun habe ich sie schon ein paar Mal innerhalb weniger Wochen gelesen.
Mittlerweile hat sie ihren Platz direkt neben der Goldbibel :-)

Eine schickere Ausgabe versteht sich.

Die “Alte” habe ich verschenkt, mit der innigsten Hoffnung verbunden, dass sie auch dort irgendwann gelesen, geliebt und begonnen zu leben wird…..

Interessant wird, zu sehen, was aus den anderen Büchern dieser Reihe werden wird… Ich hätte da noch Thomas von Aquin: Glaube, Liebe Hoffnung und Augustinus – die wahre Religion stehen, nebst den Klassikern der Teresa von Avila ;-)

Ich hätte nie gedacht, dass dieses kleine Büchlein, das da so kostengünstig und unscheinbar in meinem Regal, bestückt mit teuren Theologischen Büchern einmal meine Spiritualität so auf den Kopf stellen wird :-)

Click on any of these buttons to help us to maintain this website.