Exerzitien im Alltag Fastenzeit 2012

Aus den Aufzeichnungen „Exerzitien in Alltag – mein Weg nach Jerusalem“

1-6-1

Ich rufe zu Dir mein Herr und mein Gott
Wende Dich mir zu

Mein Herz verlangt nach Dir
Doch mein Fleisch ist schwach

Voll Sünde bekleckert
Stehe ich vor meinem Gott

Jesus Sohn Davids
Hab Erbarmen mit mir

Du gabst mit Deine Weisung
Doch ich schaffe es nicht ihr zu folgen

Wie sehr oh mein Gott klammere ich mich an die Dinge des lebens
- Sie sind mein Verderben

Ruhelos ist mein Herz im Geiste der Zeit
Es kennt Gutes und doch tut es Böses

Steinig ist der Weg in das Himmelreich
Wie oft erliege ich der Versuchung der Welt

Mein Herr ich weiss bei Dir allein ist Heil
Warum bin ich zu schwach Dir zu folgen?

Beugen möchte ich meine Knie vor Dir
Doch der alte Mensch in mir begehrt auf

Oft spreche ich mein Totus Tuus
Täglich bete ich mit Klaus von der Flü

Und doch meine Herr diene ich nicht Dir allein
Die Götzen der Welt sind mein Verderben

Die Fülle in Dir ersehnt mein Herz
Doch der Weg ist voll Opfer und Demut

Unruhig ist mein Herz
Die Sehnsucht nach Friede und Heiligkeit

Sie sind verheissen in Dir
Es fällt mir so schwer dem zu trauen

Rebellion erfüllt mein Herz
Angesichts des Kreuzes

Und doch ist es wahr:
Im kreuz ist heil, im Kreuz ist Leben

Warum fällt es mir so schwer
Den Kreuzweg der Erlösung zu gehen

Ich suche die Antwort
Finde sie und will sie nicht hören

Zu sehr hängt mein Herz
Am Gut dieser Welt

Oh Herr, der Du das Wollen in mir bewirkst
Gib Du die Gnade der Nachfolge dazu

Herr schenk mir Demut
Den Blick nur auf Dich

Auf die Sonne des Lebens
Die aufstrahlt auf Golgotha

Nimm die Sehnsucht nach Geltung und Recht
Dir bin ich wertvoll, Du machst gerecht

Lösch aus alle Habgier, allen Neid, allen Stolz
Zertritt Wut und Zorn

Erlöse mich Herr
Vom Band an die Welt

Schenke mir Demut und Genügsamkeit
Mach mich stark in der Hoffnung und treu im Glauben

Rüste mich aus mit Schuhen der Bereitschaft
Löse alle Ketten von Trägheit und Furcht

Herr meine Angst, meinen Unwillen, meine Finanzen
Meine Lieblosigkeit und mein grosses Ego

Alles lege ich Dir zu Füßen
Nimm mich meiner an und sei mir gnädig.

Löse die Fesseln der Welt
Und richte mein Blick aufs himmlische Jerusalem

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14.12.2012

14.1.2012

(im Krankenhaus in einer Ehekriese)

Mein Gott ich schreie zu Dir
Unter Tränen klage ich mein Leid

Mein Herr, grenzenlos ist meine Verzweiflung
Ich sehe kein Ausweg aus meiner Not

Deinen Willen möchte ich tun
Deinen Gebote und Weisungen folgen

Doch das Joch ist zu schwer
Das kreuz meiner Ehe drückt mich zu Boden

Du hast mir meinen Mann zur seite gestellt
Doch ich empfinde nur Last und Einsamkeit

Doch Du mein Gott machst keine Fehler
Du hast Pläne des Heils

So schreie ich zu Dir
Errette mich

Ich selber vermag nichts
Du hast alle Macht im Himmel und auf der Erde

Ich möchte leben nach Deinen geboten
Doch ich bin schwach
Zorn, Ohnmacht und stolz lähmen mich
Herr sei mir Sünder gnädig

Alleine kann ich nicht weiter
Herr, nimm Du mich an der Hand

Alle Sünden, alle Gefühle, allen Zorn, alle Hilflosigkeit und Verzweiflung
Werfe ich auf Dich o Herr

In meiner Erschöpfung komme ich zu Dir
Und flehe „Sei Du meine Kraft“

Ich bin am Ende
Verherrliche Du Dich in mir

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Im Krankenhaus

Im Ringen um das Leben meines Kindes

Lass mich an Dich glauben wie Abraham es tat
Ich flehe zu Dir, lass mich so glauben

Du hast mir Benedikt geschenkt
Er ist ganz Dein

Und doch will ich ihn Dir nicht geben.

Er gehört Dir und doch will ich ihn festhalten hier.
Was wäre mein Leben denn ohne ihn?
Was wäre das Leben seiner Geschwister ohne ihn?

Herr tu mir das nicht an
Herr verschone mich

Ich will ihn Dir geben, will Deinen Willen glaubend annehmen.
Doch ich bin Mutter, mir blutet das Herz

Maria, Du Mutter der Schmerzen steh mir zur Seite
In diesem Moment tiefster Ohnmacht sei Du bei mir.

Jesus, Du hast gerungen am Ölberg
Ringe Du nun auch mit mir

Damit ich den Willen des Vaters annehme.
In Schmerz und in Leid, in Leben und Tod.

Abraham halte Fürbitte für mich
Damit ich mein „JA“ zum Willen des Vaters sprechen kann.

Mein Herz schreit: „Tu das nicht“
Mein Glaube sagt „IHM kannst Du vertraun“.

Mein Verstand sagt: „Wo soll in dem Tod denn Heil für uns sein“
Mein Glaube sagt: „schaue aufs Kreuz“

Mit Dir Mutter Gottes stehe ich da
Auf meinem persönlichen Golgotha

Wenn mein Kind nun weggenommen wird zu der OP
Dann kann ich nicht mit, verstehe das nicht

Die chancen sind klein – was wenn er stirbt
Wie soll es dann für mich weitergehn?

Mit Dir lieber Jesus bin ich am Kreuz
Voll Ohnmacht dem Willen des Vaters ausgeliefert

Du bist aus Liebe dorthin gegangen
Ich weiss nicht genau warum ich da steh.

Mein Herz weigert sich loszulassen
Mein Glaube weiss – es wird alles gut

In die Hände des Vaters lege ich das Leben von Benedikt
Im Vertrauen darauf, dass – ob Tod oder Leben – alles zum Heile dient.

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25.3.2011 – nach der Beichte

25.3.2011

Nach der Beichte

Dich will ich rühmen mein Herr und mein Gott
Dir allein gebührt Lobpreis und Ehre

Aus dem Tal der Tränen hast Du mich befreit
Aus dem Dunkel der Nacht mich geführt in Dein Licht

Jeden Tag darf ich neu umkehrn zu Dir
Du empfängst mich mit offenen Armen

Die Verwirrung der Welt hat keine macht über mich
Denn Du hast sie besiegt an dem Kreuz

Meine Sünden sind zahlreicher als Sand
Du hast sie durch Dein Blut hinweggenommen

Worte reichen nicht um Dich zu loben
Denn Du bist das lebendige Wort

Du bist der Höchste oh Herr
Dir sei Lobpreis in Ewigkeit

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16.11.2011 -Glaubenszweifel

16.3.2011

Ein Gebet in Glaubenszweifeln

Lieber Jesus, Abba Vater

Danke dass Du TREU bist.
Dass Du bei mir bist.

In meiner Schwachheit. In meinem erbärmlichen und immer wieder scheiternden Versuch Dir nachzufolgen und Deinen Willen zu tun.

Danke, dass Du für mich eintrittst, wenn ich nicht mehr kann.

Herr nimm an meine Schwachheit, meine Müdigkeit, meine Unzulänglichkeit, meine Sünde und Schuld.
Ich kann ihr nichts entgegenstellen ausser einer kleinen, zweifelnden und rebellierenden Liebe.

Nimm an meine kleine Liebe und meinen kleinen Glauben mit dem Glauben Deiner hl. Katholischen Kirche, aller Engel und Heiligen

Ich kann Dir nur mich geben, mit allen Fehlern. Mit all meinem Fallen

Die prüfungen dieser Zeit sind hart.
Je mehr ich nach Heiligkeit strebe, desto schlimmer werde ich.

DU bist mir TREU.
Schenke mir die Gnade der Treue.

Denn all dies zeigt doch nur dass es dem Widersacher nicht gefällt.
Er verhöhnt und verführt mich von morgens bis abends mit Gedanken.

Manchmal erliege ich meiner menschlichen Schwachheit.
Doch immer wieder ziehst Du mich hinauf.

Sünde und Schuld habe ich auf mich geladen,
doch DU hast sie abgenommen am Kreuz.

Lieber Jesus,
auch wenn ich falle begegne ich Dir.
Wenn ich sündige, machst Du, der Heilige, der ohne Sünde ist mich wieder rein.

Meine Sünde hast Du getragen,
die Wunden, die ich geschlagen habe hast Du durch Dein kostbares Blut geheilt.

Was also kann mir der Widersacher?

Nur, dass nach jedem Fallen mir wieder neu Deine Größe bewusst wird.

Nur dass ich Dich lobe und preise.

Er kann mir nichts, denn Du hast die Macht.
Und ich und die meinen sind Dein.

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22.3.2011

22.3.2011
(nach einem schlechten Traum)
Mein Herr und mein Gott
Tag und Nacht rufe ich zu Dir

Erhöre gnädig mein Flehen
Und sei mir barmherzig

Des Nachts quälen mich die Dämonen der Vergangenheit
Verfolgen mich die Schatten meiner Sünde

Schon im Morgengrauen falle ich
Und erliege der Mühsal des Alltags

Mein Herzenswunsch ist es, Die zu folgen mein Herr
Deinen Willen zu tun für allezeit

Der Geist ist willig
Das Fleisch ist schwach

Meine Sehnsucht ist der Himmel
In meiner Schwachheit erliege ich der Welt

Oh Herr, sieh die Sehnsucht meines Herzens
Erfülle mich mit Deinem Geist

Schenke mir Kraft und Mut
Lasse mir zuteil werden Weisheit und Stärke

Doch in allem beschenke mich zuerst mit der Gabe der Liebe
Denn sie ist die edelste aller Gaben

Ich will Dich loben mein Herr
Doch mein Herz klagt Dich an

Mein Gott verwandle Du mein Innerstes
Schenke mir Demut und Gehorsam

Denn Du hast mich errettet aus Krankheit und Not
Du warst mein Anker im sinkenden Schiff

Aus meiner Schwachheit erstrahlt Deine Herrlichkeit
Aus meiner Niedrigkeit Deine Größe oh Gott

So wandle mein Klagen in Lobpreis
Und mein Leiden in ein immerwährendes Halleluja

Dein will ich sein am Morgen
Dein will ich sein in meinem Tun

Dein will ich sein am Abend
Und in alle Ewigkeit

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15.7.2012

15.7.2012
(während des geistigen kampfes bei einem besonders fiesen angriff)

Mein Herz sehnt sich nach Dir oh Herr
Mich dürstet nach Deiner Liebe

Ich weiss Du bist da
Doch ich kann dich nicht finden

Glaubend nehme ich an
Was mein Herz nicht mehr spürt

Meine Seele ist tiefste Einsamkeit
Mit Dir Jesus rufe ich „mein Gott warum hast Du mich verlassen“

Ich weiss Du liebst mich mein Herr
Doch in mir wütet der Hass

Schatten der Vergangenheit holen mich ein
Mächte der Finsternis bedrohen mich

Meine Sünde oh Gott nur Du kannst mich befreien
Wie klein und wie hilflos steh ich vor Dir

Ich bete mit Klaus „Nimm mich selber mir“
Ohne zu ahnen was ich da tu

Ich bin gefangen o Herr
Gefangen in mir

Gefangen in Sünde und Stolz
Gefangen in Versuchung und Dukelheit

Ich weiss was du tust das ist gut
Und doch halte ich deine zulassung kaum aus

Die alte Schlange der Zweifler flüstern mir zu
Sie säen Verwirrung und hass in mir

St. Michael und Du glorreiche Königin
Verteidigt mich, steht mir zur Seite

Euch ist der Sieg im Namen des Herrn
Der Fürst der Finsternis muss weichen vor Euch

Du Frau mit der Sonne umkleidet
Du Frau die die Schlange zertrat

Du Engel des Lichtes
Mit siegreichem Schwert

Stürzt hinab meinen alten Menschen
Stürzt in hinab in der Kraft unsres Herrn

Blut Christi wasch ab den alten Menschen in mir
Herz Jesu verleih mir die Siegeskron

Zeige mich Herr so wie Du mich siehst
Lass sehen mich Herr durch Deinen Blick

Dass Hass und die alten Geister weichen
Dass ich mich sehe durch Dich oh mein Gott

Wie schön Herr hast Du meine Seele gemacht
Zur Reinheit und Heiligkeit hast Du sie berufen

Befreie mich Herr von all diesem Schmutz
Von Selbsthass, Anklage und von allem Zorn

Mit Klaus bet ich Herr, so nimm alles von mir
Alles was war, was ist und was wird

In tiefster Not flehe ich zu Dir
In tiefster Verlassenheit ruf ich Dich an

Mein Gott wende Dich niemals ab von mir
Damit ich das werde, wozu Du mich berufen hast.

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Schatten der Vergangenheit

Mein Herr und mein Gott

Vom Mutterleib an hast Du mich gewollt und geliebt
Und mich doch schon im Mutterschoss dem Tod preisgegeben

Du hast Deine Hand über mich gehalten
Und mir doch die Ohnmacht der Finsternis zugemutet

Von Kindesbeinen an hast DU mich begleitet
Und mich doch hinaus in die Fremde geworfen

Wie ein Vogel ohne Flügel hast Du mich aus dem Nest geworfen
Wehrlos war ich angesichts meiner Feinde

In meiner Jugend hast du mich durchgetragen
Durch den tiefsten Schmutz aller erdenklichen Sünde

Du Herr hast mir reiche Deine Gnade gezeigt
Deine Liebe und Güte in Fülle mir offenbart

Doch wieder mein Gott wirfst Du mich hinab
In die Finsternis und in die einsamkeit

Meine Seele vergisst nicht, was Du ihr getan
Wie sehr sehne ich mich mein Gott nur nach Dir

Die Qualen der Seele verlangen nach Dir
Der Schmerz meines Herzens ruft zu Dir
Zeige mir neu Dein Erbarmen mein Gott
Rette mich aus diesem finsteren Tal

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Epiphanie – Erscheinung des Herrn -persönlich

Es war vor 6 Jahren am Epiphanie Fest.

Damals fand die erste Umkehr hin zur katholischen Kirche statt.

Wie sehr wurde da die “Erscheinung des Herrn” Wirklichkeit in meinem Leben.

Früher, da war der 6. Januar der Geburtstag meiner Cousine.

“Dreikönig hat man den Tag genannt”.

Später, als Jugendliche war der 6. Januar der letzte Tag des grossen Stresses.

Damals, als ich für das Dreikönigssingen in der Gemeinde verantwortlich war.

Am 1. Januar noch nicht ausgeschlafen von Silvester in die Kirche zum Sternsinger aussenden und dann 6 Tage lang Wohnsitzwechsel ins Gemeindehaus.

Spätestens am 6. Januar war ich völlig übermüdet und ein bisserl schlecht von der vielen Schokolande war mir auch.

Sicher hatte das alles mit der kirchlichen Tradition zu tun, und das Sternsingen ist eine gute Sache.

Aber davon abgesehen, dass jahr für Jahr die Sternsinger an der Tür “Erscheinen” und meinen späteren jährlich wiederkehrenden Müdigkeits”erscheinungen” konnte ich mit dem Begriff “Erscheinung des Herrn” wenig anfangen. Zumindest nicht am 6. Januar. Denn erschienen ist er ja an Weihnachten.

Die ganze theologische Dimension dieses Festes habe ich bis heute nicht kapiert. Viele schöne Predigten und reiche Literatur haben mich dem zwar etwas näher gebracht. Aber für mich ist dieses Fest – wie alle Kirchenfeste übrigens – in erster Linie ein Fest der Beziehung von Gott und mir.

Das, was ich da, vor 6 Jahren in meinem Herzen ganz schwach aufleuchten habe sehen durfte seither immer stärker brennen. Und ich hoffe, so wird es mein Leben lang weitergehen.

Der Tag der Epiphanie ist für mich ein Tag, an dem ich für mich dankbar bin, dass ich Jesus kennenlernen durfte, und ganz neu daran denken darf, IHM immer mehr “Erscheinungsspielraum” in meinem Leben und in meinem Herzen zu geben.

Denn nur wenn ich mich immer mehr von ihm durchdringen, durchscheinen lasse, kann ich das auch weiter tragen, und nur dann können andere in mir auch Jesus begegnen.

Erscheinung des Herrn in mir und durch mich… ein christliches Lebensprogramm, eine ganz persönliche Herausforderung. Und immer wieder auch kostbare Momente der innigsten begegnung….

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