Im Krankenhaus

Im Ringen um das Leben meines Kindes

Lass mich an Dich glauben wie Abraham es tat
Ich flehe zu Dir, lass mich so glauben

Du hast mir Benedikt geschenkt
Er ist ganz Dein

Und doch will ich ihn Dir nicht geben.

Er gehört Dir und doch will ich ihn festhalten hier.
Was wäre mein Leben denn ohne ihn?
Was wäre das Leben seiner Geschwister ohne ihn?

Herr tu mir das nicht an
Herr verschone mich

Ich will ihn Dir geben, will Deinen Willen glaubend annehmen.
Doch ich bin Mutter, mir blutet das Herz

Maria, Du Mutter der Schmerzen steh mir zur Seite
In diesem Moment tiefster Ohnmacht sei Du bei mir.

Jesus, Du hast gerungen am Ölberg
Ringe Du nun auch mit mir

Damit ich den Willen des Vaters annehme.
In Schmerz und in Leid, in Leben und Tod.

Abraham halte Fürbitte für mich
Damit ich mein „JA“ zum Willen des Vaters sprechen kann.

Mein Herz schreit: „Tu das nicht“
Mein Glaube sagt „IHM kannst Du vertraun“.

Mein Verstand sagt: „Wo soll in dem Tod denn Heil für uns sein“
Mein Glaube sagt: „schaue aufs Kreuz“

Mit Dir Mutter Gottes stehe ich da
Auf meinem persönlichen Golgotha

Wenn mein Kind nun weggenommen wird zu der OP
Dann kann ich nicht mit, verstehe das nicht

Die chancen sind klein – was wenn er stirbt
Wie soll es dann für mich weitergehn?

Mit Dir lieber Jesus bin ich am Kreuz
Voll Ohnmacht dem Willen des Vaters ausgeliefert

Du bist aus Liebe dorthin gegangen
Ich weiss nicht genau warum ich da steh.

Mein Herz weigert sich loszulassen
Mein Glaube weiss – es wird alles gut

In die Hände des Vaters lege ich das Leben von Benedikt
Im Vertrauen darauf, dass – ob Tod oder Leben – alles zum Heile dient.

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