RB 10: Die Ordnung der Vigilien im Sommer (12.Februar, 13.Juni, 13.Oktober)

  1. Von Ostern bis zum November wird die schon erwähnte volle Zahl der Psalmen beibehalten.
  2. Die Lesungen aus dem Buch entfallen jedoch, weil die Nächte kurz sind; statt der drei Lesungen wird eine aus dem Alten Testament auswendig vorgetragen. Darauf folgt ein kurzes Responsorium.
  3. Alles andere wird gehalten, wie bereits gesagt. Zu den nächtlichen Vigilien werden also, abgesehen von Psalm 3 und Psalm 94, niemals weniger als 12 Psalmen gesungen
Da ich hierzu keinen neuen Impuls habe hier die Texte der Psalmen 3 und 94 aus der Einheitsübrsetzung:

Psalm 3

31[Ein Psalm Davids, als er vor seinem Sohn Abschalom floh.]

2Herr, wie zahlreich sind meine Bedränger; /

so viele stehen gegen mich auf.

3Viele gibt es, die von mir sagen: /

«Er findet keine Hilfe bei Gott.» [Sela]

4Du aber, Herr, bist ein Schild für mich, /

du bist meine Ehre und richtest mich auf.

5Ich habe laut zum Herrn gerufen; /

da erhörte er mich von seinem heiligen Berg. [Sela]

6Ich lege mich nieder und schlafe ein, /

ich wache wieder auf, denn der Herr beschützt mich.

7Viele Tausende von Kriegern fürchte ich nicht, /

wenn sie mich ringsum belagern.

8Herr, erhebe dich, /

mein Gott, bring mir Hilfe! Denn all meinen Feinden hast du den Kiefer zerschmettert, / hast den Frevlern die Zähne zerbrochen.

9Beim Herrn findet man Hilfe. /

Auf dein Volk komme dein Segen! [Sela]

Psalm 94

941Gott der Vergeltung, o Herr, /

du Gott der Vergeltung, erscheine!

2Erhebe dich, Richter der Erde, /

vergilt den Stolzen ihr Tun!

3Wie lange noch dürfen die Frevler, o Herr, /

wie lange noch dürfen die Frevler frohlocken?

4Sie führen freche Reden, /

alle, die Unrecht tun, brüsten sich.

5Herr, sie zertreten dein Volk, /

sie unterdrücken dein Erbteil.

6Sie bringen die Witwen und Waisen um /

und morden die Fremden.

7Sie denken: Der Herr sieht es ja nicht, /

der Gott Jakobs merkt es nicht.

8Begreift doch, ihr Toren im Volk! /

Ihr Unvernünftigen, wann werdet ihr klug?

9Sollte der nicht hören, der das Ohr gepflanzt hat, /

sollte der nicht sehen, der das Auge geformt hat?

10Sollte der nicht strafen, der die Völker erzieht, /

er, der die Menschen Erkenntnis lehrt?

11Der Herr kennt die Gedanken der Menschen: /

Sie sind nichts als ein Hauch.

12Wohl dem Mann, den du, Herr, erziehst, /

den du mit deiner Weisung belehrst.

13Du bewahrst ihn vor bösen Tagen, /

bis man dem Frevler die Grube gräbt.

14Ja, der Herr wird sein Volk nicht verstoßen /

und niemals sein Erbe verlassen.

15Nun spricht man wieder Recht nach Gerechtigkeit; /

ihr folgen alle Menschen mit redlichem Herzen.

16Wer wird sich für mich gegen die Frevler erheben, /

wer steht für mich ein gegen den, der Unrecht tut?

17Wäre nicht der Herr meine Hilfe, /

bald würde ich im Land des Schweigens wohnen.

18Wenn ich sage: «Mein Fuß gleitet aus», /

dann stützt mich, Herr, deine Huld.

19Mehren sich die Sorgen des Herzens, /

so erquickt dein Trost meine Seele.

20Kann sich mit dir der bestechliche Richter verbünden, /

der willkürlich straft, gegen das Gesetz?

21Sie wollen das Leben des Gerechten vernichten /

und verurteilen schuldlose Menschen.

22Doch meine Burg ist der Herr, /

mein Gott ist der Fels meiner Zuflucht.

23Er wird ihnen ihr Unrecht vergelten /

und sie wegen ihrer Bosheit vernichten; / vernichten wird sie der Herr, unser Gott.

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