Lectio Divina 7. November Lk 15,1-10

 

Lk 15,1-10

 

meditatio

” lässt er dann nicht die neunundneunzig in der Steppe zurück 
   und geht dem verlorenen nach, bis er es findet? “

Ich muss an den wiedergefundenen Sohn denken, an den Neid des Bruders…

An das Gefühl, zurückgelassen zu werden.

An den eigenen Ego.

“Ebenso wird auch im Himmel 
   mehr Freude herrschen über einen einzigen Sünder, der umkehrt, 
   als über neunundneunzig Gerechte, 
   die es nicht nötig haben umzukehren. “

HAlte ich mich für gerecht? Habe ich es nötig umzukehren? Stehe ich da und bin neidisch, weil der Herr dem einen nachrennt? Ist das nicht Hochmut? Habe ich es denn nicht nötig umzukehren? Ist die Annahme falsch, dass dieses Umkehren immer eine große Sache im menschlichen Ermessen ist? Muß und darf nicht jeder jeden Tag neu umkehren?

“Ebenso herrscht auch bei den Engeln Gottes 
   Freude über einen einzigen Sünder, der umkehrt. “

Gebe ich Anlass zu dieser Freude?

oratio

Mein Herr und mein Gott, wie gross bist Du

Und wie gross ist Deine Liebe zu jedem Einzelnen, auch zu mir.

Manchmal bin ich wie ein Schaf.

Manchmal ein ziemlich bockiges.

Doch Du, der große Gott, Herrscher des Himmel und der Erde, Du schaust auf mich. Du schaust nach mir. Du hast mich im Blick.

Du läufst mir sogar hinterher. Suchst mich. DU suchst MICH.

Ansonsten heisst es immer: ICH suche DICH mein Herr.

Doch auch DU, der grosse Gott SUCHST mich, willst mich bei Dir haben.

Du hast Freude an mir.

Wie unfassbar.

Und doch wahr.

Ich kann es nicht fassen, ich kann es kaum glauben.

Herr, lass diese Wahrheit immer tiefer in mein Herz hinein fallen,damit ich in ewigem Dank und ewiger Umkehr Dir zur Freude werden darf.

AMEN

contemplatio

 

Gott sucht MICH. DU suchst MICH. Ich muss mich umdrehen, umkehren. Um DIR begegen zu können. Mich nicht verstecken, nicht weglaufen.MICH finden LASSEN.

actio

UMKEHREN.HEUTE.JETZT

Im Kleinen. In jeder Situation. Umkehren. Umdenken.

 

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Evangelium nach Lukas 4,24-30 mit Kommentar Hl. Johannes Chrysostmos

Evangelium nach Lukas 4,24-30. 
Und er setzte hinzu: Amen, das sage ich euch: Kein Prophet wird in seiner Heimat anerkannt.
Wahrhaftig, das sage ich euch: In Israel gab es viele Witwen in den Tagen des Elija, als der Himmel für drei Jahre und sechs Monate verschlossen war und eine große Hungersnot über das ganze Land kam.
Aber zu keiner von ihnen wurde Elija gesandt, nur zu einer Witwe in Sarepta bei Sidon.
Und viele Aussätzige gab es in Israel zur Zeit des Propheten Elischa. Aber keiner von ihnen wurde geheilt, nur der Syrer Naaman.
Als die Leute in der Synagoge das hörten, gerieten sie alle in Wut.
Sie sprangen auf und trieben Jesus zur Stadt hinaus; sie brachten ihn an den Abhang des Berges, auf dem ihre Stadt erbaut war, und wollten ihn hinabstürzen.
Er aber schritt mitten durch die Menge hindurch und ging weg.

 

Hl. Johannes Chrysostomos (ca. 345 – 407), Priester in Antiochia und später Bischof von Konstantinopel, Kirchenlehrer
Predigt über Elija und die Witwe, und über das Fasten; PG 51, 348

 

Christus aufnehmen

Die Witwe von Sarepta nimmt den Propheten Elija überaus hochherzig auf; sie bietet, obwohl sie in Sidon fremd ist, ihm zu Ehren alles auf, was ihr in ihrer Armut noch verblieben ist. Sie hat niemals gehört, was Propheten über den verdienstvollen Wert von Almosen sagen, geschweige denn, was Christus dazu sagt: „Ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben“ (Mt 25,35).

Wenn es uns angesichts solcher Ermutigungen und solcher Belohnungen, angesichts der Verheißungen, das Himmelreich und seine Glückseligkeit zu besitzen, nicht gelingt, ebenso gutherzig zu sein wie diese Witwe – zu welcher Entschuldigung werden wir dann greifen? Eine Frau aus Sidon, eine Witwe, die ausgelastet ist mit der Betreuung einer Familie, die den Tod vor Augen hat, sie gewährt einem Unbekannten Einlass und gibt ihm das bisschen Mehl, das ihr noch geblieben ist… Und wir? Unterwiesen durch Propheten, belehrt von Christus, befähigt über Kommendes nachzudenken, unbehelligt von Hungersnot, viel begüterter als diese Frau – werden wir entschuldbar sein, wenn wir es nicht wagen, von unserem Besitz zu nehmen und zu verschenken? Gehen wir so leichtfertig mit unserem Heil um?

Beweisen wir also den Armen gegenüber unser großes Mitgefühl, damit wir würdig werden, in aller Ewigkeit die zukünftigen Güter zu besitzen, durch die Gnade und die Menschenliebe unseres Herrn Jesus Christus.

Quelle: Evangelium Tag für Tag

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Mt 21,33-42.45.46 mit Kommetar Irenäus von Lyon

Evangelium nach Matthäus 21,33-43.45-46. 
Hört noch ein anderes Gleichnis: Es war ein Gutsbesitzer, der legte einen Weinberg an, zog ringsherum einen Zaun, hob eine Kelter aus und baute einen Turm. Dann verpachtete er den Weinberg an Winzer und reiste in ein anderes Land.
Als nun die Erntezeit kam, schickte er seine Knechte zu den Winzern, um seinen Anteil an den Früchten holen zu lassen.
Die Winzer aber packten seine Knechte; den einen prügelten sie, den andern brachten sie um, einen dritten steinigten sie.
Darauf schickte er andere Knechte, mehr als das erstemal; mit ihnen machten sie es genauso.
Zuletzt sandte er seinen Sohn zu ihnen; denn er dachte: Vor meinem Sohn werden sie Achtung haben.
Als die Winzer den Sohn sahen, sagten sie zueinander: Das ist der Erbe. Auf, wir wollen ihn töten, damit wir seinen Besitz erben.
Und sie packten ihn, warfen ihn aus dem Weinberg hinaus und brachten ihn um.
Wenn nun der Besitzer des Weinbergs kommt: Was wird er mit solchen Winzern tun?
Sie sagten zu ihm: Er wird diesen bösen Menschen ein böses Ende bereiten und den Weinberg an andere Winzer verpachten, die ihm die Früchte abliefern, wenn es Zeit dafür ist.
Und Jesus sagte zu ihnen: Habt ihr nie in der Schrift gelesen: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, er ist zum Eckstein geworden; das hat der Herr vollbracht, vor unseren Augen geschah dieses Wunder?
Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird euch weggenommen und einem Volk gegeben werden, das die erwarteten Früchte bringt.
Als die Hohenpriester und die Pharisäer seine Gleichnisse hörten, merkten sie, daß er von ihnen sprach.
Sie hätten ihn gern verhaften lassen; aber sie fürchteten sich vor den Leuten, weil alle ihn für einen Propheten hielten.

Hl. Irenäus von Lyon (ca. 130 – ca. 208), Bischof, Kirchenlehrer und Märtyrer
Gegen die Irrlehren IV 36, 2-3; SC 100

Der Weinberg des Herrn

Gott hat Adam aus Erde geformt (Gen 2,7) und die Patriarchen erwählt: so hat er den Weinberg des Menschengeschlechts angelegt. Dann hat er ihn Winzern anvertraut, und zwar durch sein von Mose überbrachtes Geschenk des Gesetzes. Er hat ringsherum einen Zaun gezogen, das heißt: er hat ein Stück Land markiert, das sie bestellen sollten. Er hat einen Turm gebaut, das heißt: er hat Jerusalem erwählt. Er hat eine Kelter ausgehoben, das heißt:  er hat Männer zubereitet, die den Geist der Prophetie empfangen sollten. Er hat den Winzern Propheten geschickt, vor der Babylonischen Gefangenschaft und nachher und zwar in noch größerer Zahl. Sie sollten die Früchte einfordern und den Winzern sagen…: „Bessert euer Verhalten und euer Tun (Jer 7,3); „Haltet gerechtes Gericht, jeder zeige seinem Bruder gegenüber Güte und Erbarmen, und unterdrückt nicht die Witwen und Waisen, die Fremden und Armen und plant in eurem Herzen nichts Böses gegeneinander“ (Sach 7,9-10)…; „Wascht euch, reinigt euch, lasst ab von eurem bösen Treiben… Lernt, Gutes zu tun, sorgt für das Recht, helft den Unterdrückten“ (Jes 1,16-17)…

Mit solchen mahnenden Worten forderten die Propheten die Früchte der Gerechtigkeit ein. Aber da diese Menschen in ihrem Unglauben verharrten, sandte ihnen Gott schließlich seinen Sohn, unsern Herrn Jesus Christus, den diese bösartigen Winzer umbrachten und aus dem Weinberg hinauswarfen. Deshalb vertraute Gott den Weinberg – nicht mehr den von begrenztem Umfang, sondern den, der die ganze Welt umspannt – anderen Winzern an, die ihm Früchte abliefern, wenn es Zeit dafür ist. Der Turm der Auserwähltheit erhebt sich überall  in seiner Pracht, denn die Kirche erstrahlt allenthalben. Überall auch ist die Kelter ausgehoben, denn überall sind die zu finden, die den Geist des Herrn empfangen…

Deshalb sagte der Herr zu seinen Jüngern, um aus uns gute Arbeiter im Weinberg zu machen: „Nehmt euch in Acht und wacht allezeit, dass nicht Rausch und Trunkenheit und die Sorgen des Alltags euch verwirren“ (Lk 21,34.36)…; „Legt euren Gürtel nicht ab und lasst eure Lampen brennen! Seid wie Menschen, die auf die Rückkehr ihres Herrn warten“ (Lk 12,35-36)

Quelle:Evangelium Tag für Tag

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Tagesimpuls: Seid barmherzig, wie es auch euer Vater ist! Lk. 6,36

Barmherzig sein, was heisst das?

Im Evangelium steht:

Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden. Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden. Erlaßt einander die Schuld, dann wird auch euch die Schuld erlassen werden.
Gebt, dann wird auch euch gegeben werden. In reichem, vollem, gehäuftem, überfließendem Maß wird man euch beschenken; denn nach dem Maß, mit dem ihr meßt und zuteilt, wird auch euch zugeteilt werden.

Ja, und da merke ich selber, wie schnell ich da an meiner Grenze bin. Aber nicht nur im Umgang mit anderen. Auch mit mir selber. Denn nur wenn ich mir gegenüber barmherzig bin, dann schaffe ich es auch, anderen gegenüber barmherzig zu sein.

Und noch etwas ist für mich wichtig an diesem Evangelium: Barmherzig, aber in der Wahrheit. Manchmal kann die Wahrheit, die nicht immer gehört werden will trotzdem barmherziger sein, als ein falscher Kompromiss auf Kosten der Wahrheit. Und da muss ich mich selber prüfen. Wie oft bin ich “falsche Kompromisse” eingegangen- vielleicht, weil ich Verständnis hatte für eine Lage, weil mir jemand leid getan hat. Ist es dann barmherzig, Kompromisse zu machen?

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Tagesimpuls – Psalm 126,6: Sie gehen hin unter Tränen und tragen den Samen zur Aussaat. Sie kommen wieder mit Jubel und bringen ihre Garben ein.

Ps 126 (125), 1-2b.2c-3.4-5.6

 

R Die mit Tränen säen, werden mit Jubel ernten. – R

1 Als der Herr das Los der Gefangenschaft Zions wendete,
da waren wir alle wie Träumende.
2ab Da war unser Mund voll Lachen
und unsere Zunge voll Jubel. – (R)
2cd Da sagte man unter den andern Völkern:
„Der Herr hat an ihnen Großes getan.“
3 Ja, Großes hat der Herr an uns getan.
Da waren wir fröhlich. – (R)
4 Wende doch, Herr, unser Geschick,
wie du versiegte Bäche wieder füllst im Südland.
5 Die mit Tränen säen,
werden mit Jubel ernten. – (R)
6 Sie gehen hin unter Tränen
und tragen den Samen zur Aussaat.
Sie kommen wieder mit Jubel
und bringen ihre Garben ein. – R

 

Psalm 126,6: Sie gehen hin unter Tränen und tragen den Samen zur Aussaat. Sie kommen wieder mit Jubel und bringen ihre Garben ein.

Wie tröstlich….
Und wie sehr ist das Thema für mich….
Wie oft vergieße ich Tränen, weil es für mich manchmal in der Gemeinde schwer ist.
Neben all dem, was ich gestern zum Thema Nachfolge und eigener Wille geschrieben habe, so ist dies für mich die ganz persönliche “Fortsetzung.
Wenn ich im Willen Gottes handle, und unter Tränen säe,ja, dann wird es auch Frucht bringen.
Und es ist ja nicht so, dass ich die Erfahrung noch nie hätte machen dürfen…
Nur manchmal ist es frustrierend. Und wenn ich mich selber dann hinterfrage, dann erkenne ich auch wieder was dran ist, und was nicht… Und wenn es dann wirklich Gottes Wille ist, dann mag er mich noch so viel Tränen kosten… dann kann ich es mit Friede und Freude tun, denn ich tue es für den Herrn – und nicht weil ich es will.Und dann wird es Frucht bringen….
Wie immer schön, dass Gott so geduldig ist und mir all seine Wahrheit mit unendlicher Geduld immer und immer wieder zusagt.

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Jdt 8,25-27 – Tagesimpuls – Läuterung und Züchtigung

Aus der Laudes:

Lasst uns dem Herrn, unsrem Gott danken, dass er uns ebenso prüft wie schon unsere Väter (….) …sondern der Herr züchtigt seine Freunde, um sie zur Einsicht zu führen.

Das Wort ist wie eine Bestätigung und Vertiefung dessen, was mit ein lieber Mensch in einem Gespräch gesagt hat.

In schwierigen Situationen kann ich hadern, rebellieren… oder mich frage: “Was schenkt mir der Herr dadurch – was darf ich lernen?”

Negative Gedanken, sie schaden mir nur selber.Ich finde keinen Frieden darin. Okay, ich gebs zu, manchmal tut es einfach gut, “die Luft rauszulassen”. “Dampf abzulassen”. Aber ich persönlich ertappe mich dabei, dass ich da auch ganz schön jemand verletzen kann damit… wenn ich mich aber frage, was ich lernen darf… dann geht der Blick weg von mir,von meiner eigenen Befindlichkeit, meinem verletzten Ego, oder was weiss ich.. dann richte ich meinen Blick auf IHN -und schon wird Segen und Gnade daraus….

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WOrt des Lebens 27.1. -2.2.

27. 01 – 2. 02:  … damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe  (Lk 4, 18)

• Jesus ist für jene gekommen, die „arm” sind (körperlich, seelisch, geistlich)
• Ich will Jesus nachfolgen…
• Wer ist in meiner Umgebung „arm”?

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Und nochmal 3 ausgearbeitete Kommentare zum Wort des Lebens für kids und teens

jungenschaft_egenhausen_02

2013 01 27

2013 02

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Was sind die “Wort des Lebens (WDL) Gottesdienste”?

fragezeichen

In unserer Gemeinde gibt es so ca. alle 4 Wochen, manchmal sind es drei, manchmal sechs :-) einen Gottesdienst ganz normal, mit dem Unterschied, dass die Kinder während des Wortgottesdienstes (sprich: Nach dem Tagesgebet bis zur Gabenbereitung) eine eigene Bibelbetrachtung machen. Ab Februar bekommen die Kinder jede Woche einen “Bibelzettel” mit nach Hause, so dass sie jede Woche ihr “Wort des Lebens” haben.
Das Wort des Lebens soll den Kindern zeigen, wie lebendig dieses Wort ist, und sie einladen, es umzusetzen.
Wie all diese Dinge macht das Ganze trotz aller Freude auch etwas Aufwand, und so stelle ich die erarbeiteten Texte hier rein, als “Fundus”, falls jemand mal etwas sucht in die Richtung.

Wir sind hier in der Gemeinde ein wirklich tolles team von Muttis, und seit Neuestem auch Omas, und die Erarbeitung ist für mich immer selber Vertiefung und Geschenk.

Wer mehr zum Wort des Lebens wissen möchte kann hier nachlesen: ->
Homepage der Geistlichen Familie vom Heiligen Blut

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