“In der Eucharistie schlägt somit das Herz der Kirche. Ohne Eucharistie ist Kirche nicht möglich. ” – Hirtenbrief des Erzbischofs von Berlin, Rainer Maria Kardinal Woelki, zur Fastenzeit 2013

13. Februar 2013

EUCHARISTIE IST COMMUNIO, GEMEINSCHAFT

MIT CHRISTUS UND UNTEREINANDER

Hirtenbrief des Erzbischofs von Berlin, Rainer Maria Kardinal Woelki, zur Fastenzeit 2013

….zum gesamten Text

 

Was für ein wunderbarer Hirtenbrief.

“Ärzte heilen, Ingenieure bauen, Bäcker backen … Doch was zeichnet uns Christen aus? In einer seiner Predigten nennt der Heilige Vater, Papst Benedikt XVI., ein eindrückliches Beispiel: Im Jahr 304 verbot der Kaiser Diokletian den Christen unter Todesstrafe, „die Heilige Schrift zu besitzen, am Sonntag zur Feier der Eucharistie zusammenzukommen und Räume für ihre Versammlungen zu errichten. In Abitene, einem kleinen Dorf im heutigen Tunesien, wurden eines Sonntags 49 Christen, die im Haus des Octavius Felix zusammengekommen waren, überrascht, als sie die Eucharistie feierten und sich damit den kaiserlichen Verboten widersetzten. Sie wurden festgenommen und nach Karthago gebracht, um von Prokonsul Anulinus verhört zu werden. Bedeutsam war unter anderem die Antwort eines gewissen Emeritus an den Prokonsul, der ihn fragte, warum sie dem strengen Befehl des Kaisers zuwidergehandelt hätten. Er antwortete: ‚Sine dominico non possumus‘. Das bedeutet: Ohne uns am Sonntag zur Feier der Eucharistie zu versammeln, können wir nicht leben. Es würden uns die Kräfte fehlen, uns den täglichen Schwierigkeiten zu stellen und nicht zu unterliegen. Nach grausamer Folter wurden diese 49 Märtyrer von Abitene getötet. So bezeugten sie mit dem Vergießen ihres Blutes ihren Glauben.“ (Papst Benedikt XVI., Predigt am 29. Mai 2005).”

(Zitat aus dem Hirtenbrief)

Wie wunderbar. Ich musste spontan an einen Bericht der Märtyrer von Tokwon denken, denen die Eucharistie ebenso überlebensnotwenig war, und die Schikanen und Mühen auf sich genommen haben, um Eucharistie feiern zu können.

Eine geradezu unglaubliche Geschichte! Die Christen sind damals bereit, ihr Leben zu riskieren, um an der Feier der Eucharistie teilzunehmen. Sie bezeugen mit ihrem eigenen Leben, dass die Heilige Messe „Quelle und Höhepunkt“ des christlichen und kirchlichen Lebens ist, wie es das II. Vatikanische Konzil schon vor 50 Jahren so nachdrücklich unterstrichen hat

(Zitat aus dem Hirtenbrief)

Und wie ist das eigentlich heute so? Wir in Deutschland dürfen hier unsere Religion frei ausüben. Und wie man so schön lapidar im Volksmund sagt: “An jeder Milchkann ist eine Kirch”. Das heisst, wir hier, vor allem im Süden, wie haben in fast jedem Dorf eine Kirche, in der noch Heilige Messe gefeiert wird. Das sah bei meinem Aufenthalt bei Berlin schon anders aus. Hier ist es ein Drama, wenn mal eine Messe nicht im Dorf gefeiert wird, sondern man ganze “3 km!!!!!” fahren müsste…

Das nenne ich Luxusprobleme….

Welchen Stellenwert hat die Eucharistie nun aber im Leben einer jeden und eines jeden von uns? Ich lade Sie ein, dass wir uns gemeinsam dieser Frage in der diesjährigen Fastenzeit nähern.

 

(Zitate aus dem Hirtenbrief)

 

Der Hirtenbrief geht noch wunderschön weiter, fürs erste möchte ich das aber mal so stehen lassen als Denkanstoss….

Hochgelobt und gebenedeit sei das Allerheiligste Sakrament des Altares

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Frükommunion – Gründe, Nebenschauplätze und Persönliches

Morgen wird meine 8-jährige Tochter die erste Heilige Kommunion empfangen. 1 Jahr vor der allgemeinen Erstkommunion.

Ein  guter Moment für mich, um über dieses Thema nachzudenken.

Ich möchte mit dem “Nebenschauplatz” beginnen. Mit dem, warum ich mir damals, bei meinem Großen überlegt habe, ihn am Gründonnerstag vor der Erstkommunion zur Frühkommunion gehen zu lassen (was ich dann aus persönlichen Gründen nicht getan habe). Nebenschauplätze, das sind für mich leidige Diskussionen über die Vorbereitung, Diskussionen ob Realpräsenz oder nicht (man stelle sich das einmal vor)… Das Ganze drum Herum… Kutte, Kleid und Anzug. Und auch, dass die Kinder so enorm aufgeregt sind… Und die erste Frage in der Schule lautet von den Freunden: “Was hast Du geschenkt bekommen” (was übrigens echt Unsummen sind). Und mit dieser Frage ist sicher nicht die Begegnung mit Jesus gemeint….

All diese Nebenschauplätze wollte ich schon bei meinem ersten Kind umgehen. Konnte es aber nicht. Sicher spricht einiges FÜR die gemeinsame Erstkommunion. Und meine Kinder werden -so Herr Statdtpfarrer es erlaubt, dann auch die reguläre Vorbereitung mit der Klasse machen, denn dann geht es um “Gemeinschaft”… die meine Kinder auch erfahren sollen. Aber nicht in erster Linie. In erster Linie geht es um eine andere Gemeinschaft.

Und warum konkret sind 2 meiner 4 Kinder nun zur Frühkommunion (ab morgen)?

Nun, bei meinem kleinen Sohn war es die Krankheit. Es war für mich als Mutter sehr wichtig, dass er die Eucharistie erhält, als Wegzehrung… als Heilung… – denn wir wussten nicht, ob er seine Krankheit überlebt… Er hatte auch die Krankensalbung bekommen und ich musste zweimal um die Frühkommunion bitten… Warum? Weil die Eucharistie Mitte und Quelle des christlichen Lebens ist… Man mag frage: Hätte es nicht die Krankensalbung getan? Ist das nicht das Sakrament für diese Situation. Ja und nein. Da ging es für mich auch um meine persönliche Erfahrung, und vor allem, dass ich als Mutter immer die Gewissheit haben konnte, alles getan zu haben… Wenn ich heute entscheiden sollte… Ich würde es wieder so machen… Er hat überlebt. Und zwar nur dank der Hilfe Gottes. Die Frage ist nicht: Welches Sakrament hat geholfen… sondern die Tatsache, dass Gott ihn am Leben erhalten hat. Sicher haben die Ärzte alles getan, aber zum Schluß, da lag es wirklich nur in Gottes Hand. Und all die schweren Dinge im künstlichen Koma, die Halluzinationen, der Methadon entzug… Was bin ich froh, die Schätze der Kirche für mein Kind in Anspruch genommen zu haben…

Wenn ich ihn heute anschaue…. So wie er das verkraftet hat… Ich denke nicht, dass er ohne die ilfe des Herrn so da stehen würde. Er darf jeden Sonntag Jesus begegnen, und ich bin dankbar dafür. Denn die Wunden, die diese Zeit geschlagen haben, sie dürfen heilen… Woche für Woche… Tag für Tag…. Der, der ihn ins Leben gerufen hat, der, der ihn am Leben erhalten hat – er begleitet ihn, schützt ihn….

Und die Tochter? Die Tochter musste viel erleben in ihren 8 Jahren… Viel schmerzhaftes… Und ja, es gibt und gab Probleme… die neuerdings sogar mithilfe von Psychotherapie bearbeitet werden. Ich will nicht sagen, dass Psychotherapie falsch ist, aber ich bin da ein gebranntes Kind. Und ich spüre, es geht bei meinem Mädchen um Wunden und Verletzungen… Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass man das nicht “wegtherapieren” kann. Das kann nur Gott… und so habe ich den Pfarrer gefragt, ob er eine Frühkommunion erlauben würde. Einfach, weil ich daran glaube, dass in diesem Sakrament Heilung geschieht. Und sicher auch, weil meine Tochter eine so grosse Sehnsucht danach hatte. Ich bin dankbar, einen Pfarrer zu haben, der da sofort zugestimmt hat, und einen Kaplan, der meine Tochter auf diesem Weg begleitet.

So schreibe ich dies in freudiger Erwartung des morgigen Tages und voller Dank für meine Priester hier vor Ort, die die Familie begleitet haben und begleiten.

Voller Dank an Jesus, der uns die Kirche geschenkt hat, aus deren reichem Schatz wir schöpfen dürfen.

Und voller Dank und Lobpreis vor dem Herrn, der uns sich selber ganz schenkt… um uns zu begegnen und zu heilen….

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Über die Eucharistie (Josemaria Escrivá)

Die Eucharistie ist ein Geheimnis des Lichtes (…). Sie ist das Licht Christi, das jeden Augenblick unseres Daseins zu erleuchten vermag: die gute getane, nicht selten von Unlust begleitete Arbeit, das Familienleben mit seinen Freuden und Sorgen, das gesellschaftliche Umfeld, Zeiten der Entspannung, sowie Zeiten der Krankheit…! Denn in allem können wir Gott begegnen, wenn es uns gelingt, das ganze Leben “wesenhaft und ganz und gar! , zu einem eucharistischen Leben ” weden zu lassen.

(Im Feuer der Schmiede, Josemaria Escrivá, Punkt 826)

… Was eine schöne Vorstellung, was ein wunderbares Ziel. Gebe Gott mir und allen Menschen seine Gnade dazu.

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