Jer 7, 23-28 Betrachtung von Michaela Voss

Die heutige Lesung will erneut aufs Tiefste unser Herz treffen, wenn wir die Klage Gottes vernehmen. Oft und oft ruft der Herr – doch sein Volk will nicht hören.
Es soll dem Menschen gut ergehen, darum offenbart Gott stets neu die Wege des Heils und wirbt in unsagbarer Geduld und Güte um die Aufmerksamkeit und um die Entscheidung des Menschen für das Gute, für die Fülle …
“Sie aber hörten nicht und neigten mir ihr Ohr nicht zu.” Was sind das für Worte!

Der Mensch “neigt sein Ohr nicht” - er “neigt” sich nicht?
Wie groß ist die ewige Liebe, die sich gleichsam vor uns niederkniet, um uns zu bitten, dass wir doch das Gute wählen und uns “neigen”, Gott “unser Ohr neigen”.

Wenn man sich dies einmal bewusst machen will, dann will man selbst auf die Knie fallen und um Vergebung bitten, dass wir uns so sehr über die Liebe Gottes überheben, uns über ihn, über sein Gebot … stellen, dass der Herr am Kreuzweg in den Staub dieser Welt stürzt, … damit wir aufgerichtet werden und “HÖREN”!

Wie sieht es aus, wenn man das Ohr neigt?
Es ist eine Geste der Vertrautheit, der Nähe, … ja eine Geste der Liebe. “Das Ohr” neigen, ist eine Hinwendung, eine Geste der Körpersprache, die zutiefst Aufmerksamkeit und Zuneigung signalisiert.

Wenn Gott gleichsam in Sehnsucht und Güte uns zuruft, dass wir doch “unser Ohr neigen” mögen, damit wir als seine Vertrauten und geliebten Kinder erlauschen, welche Geheimnisse uns Freiheit, Fülle, Leben, Heil … schenken würden, dann ist das erschütternd.
Bezeichnenderweise empfinden wir meist kaum etwas dergleichen, wenn wir die Worte Gottes in der Heiligen Schrift vernehmen. Wir sind abgestumpft und oft so sehr mit uns selbst beschäftigt, dass wir mehr fordern, als empfangen.

Dank an die Erlaubnis von Michaela Voss für die Erlaubnis, diese Texte hier verwenden zu dürfen, sind sie doch ein wesentlicher Teil meiner eigenen Spiritualität geworden. Danke, liebe Michaela für Deine Mühen, mit denen Du mir immer wieder hilfst, das Wort Gottes neu zu betrachten.

 

Den ganzen Text gibts übrigens HIER

Mehr von Michaela Voss findet Ihr HIER, blog zum Jahr des Glaubens. Und ganz besondere Schätze auf heavens presents – dort gibt es auch die wunderschönen Karten

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Gebet © Michaela Voss

Gebet:


HERR – ich möchte hören! 
HERR – ich möchte auf DICH hören
möchte DIR ge-hören dürfen! 

Wenn Du rufst 
dann erlaube mir durch DEINE Gnade, 
dass ich Echo Deiner Liebe werde,
dass mein Leben Antwort ist 
im Echo DEINES WORTES!

JESUS!
Erlaube mir ein Echo DEINER Liebe zu werden,
damit DU selbst – in mir -
die allein gültige und vollgültige Antwort meines Lebens
an den VATER bist
im HEILIGEN GEIST.

Durchbrich die Stummheit des Sündendunkels
heilige die Stummheit der Ich-Verkrümmung
lenke meinen Blick ganz auf DICH,
damit mein Herz im Spiegelbild
DEINES göttlichen Rufes
zur heiligen Antwort wird
im Echo DEINES Wortes
und in DEINEM Licht.
Amen. 

Michaela Voss, Evangelium vom Tag

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Höre und werde vollendet in Gott © Michaela Voss

Die Betrachtung von Michaela Voss, Evangelium vom Tag sie nimmt das “Höre” wieder einmal in den Blickpunkt.

Höre…

… Aufforderung, Einladung und Weg für mich.

Einer der zentralen Themen meines geistlichen Weges, der nun im benediktinischen sein Ziel und seine Fortführung gleichermaßen findet und dort mit dem “Prolog” der Regel, dessen erstes Wort “Höre” lautet, anknüpft an dieses Hören aus dem Alten Testament.

Ich darf hier Michaela Voss,mit freundlicher Erlaubnis zitieren, und kopiere aus dem oben verlinkten Text die Passage ein, in der es in besonderer Weise um das Hören geht.

 

Wenn im heiligen Evangelium die große Frage nach dem ersten Gebot gestellt wird, dann geht meist ein wichtiges Detail unter: Die meisten Menschen meinen, dass das erste Gebot lautet, dass der Mensch Gott mit ganzem Herzen, ganzer Seele und mit all seinen Gedanken, all seiner Kraft lieben soll.
Doch hier ist der erste Teil des ersten Gebotes vergessen. Der erste Teil lautet nämlich: ”Höre Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr.”


Wie oft steht in der Heiligen Schrift dieses bedeutungsschwere Wort: „Höre!

Höre, mein Volk, ich will dich mahnen! Israel, wolltest du doch auf mich hören!“ (Ps 81,9)
Höre, MEIN Volk! Höre!“ Dieses GOTTES-Wort ist wie ein Sturm, wie eine Flutwelle, wie der Donner am Sinai. Es sollte unser Herz treffen und aufreißen, uns mitreißen, uns entflammen und zu Leuchtsäulen in dieser Welt machen!
Höre Volk GOTTES!“
Hören wir doch endlich hin! Immer neu!
„Höre!“ Vom Thron des VATERS schallt dieses Wort vom Anfang – bis heute, zu uns in die Kirche – und über die Zeiten – bis hin zum Ende der Zeiten!
„Höre!“
Es ist das wichtigste Wort des Alten Bundes, denn es ist der „Heimweg“ der Menschheit, der hier beginnt. Es wäre der Heimweg für uns Menschen, die wir nicht horchen und darum auch nicht gehorchen können!
„Höre!“
Das ist das Gesetz, das heilt, was durch die erste Sünde im Ungehorsam verschlossen wurde! Es ist das neue Gesetz, das wie ein Bote die Menschen durch alle Zeiten vorbereitet, damit komme, was wir in diesem Heiligen Messopfer feiern!

 

 

Es ist die Vorbereitung aller Schöpfung, die im Menschen hören lernen muss, damit das WORT, der SOHN kommen kann, damit der Mensch überhaupt fähig wird, das WORT zu erkennen.
Wenn wir in der Lesung und im Evangelium dieses GOTTESWORT hören, dann ist es wie ein Feuer, das uns läutern soll, uns reinigen, erwecken, … damit wir das WORT – JESUS SELBER – dann auch in der heilige Eucharistie aufnehmen können.
Weinen sollten wir in Dankbarkeit, Erschütterung, Sehnsucht, Hoffnung, Freude, … wie das Volk im Alten Bund (vgl. Neh 8,9), wenn wir das WORT hören dürfen!
„Höre!“
Diese Worte sind wie einen Feuersturm, der über die Zeiten fegt! Der Heilige Engel, der es tragen und begleiten darf, ist einer lodernden Flamme gleich, die Licht in die Nacht der Welt aussendet.
„Öffne unser taubes Ohr, o GOTT!
Lass uns hörend werden, damit wir DEIN WORT, DEINEN SOHN empfangen können!
Erbarme DICH der Not unserer inneren Verschlossenheit! Erbarmen, guter VATER, Erbarmen! Öffne unsere Herzen und lass uns nicht in der Finsternis!“
Wer denkt schon daran, dass das letzte körperliche Heilungswunder, das JESUS in SEINEM irdischen Leben an einem Menschen gewirkt hat, genau dieses Wunder ist?
Die Szene spielt sich im Ölgarten ab, als JESUS gefangen genommen wird. Nach dem Verrat beginnen die Jünger mit den zwei Schwertern zu hantieren! „Und einer von ihnen schlug auf den Diener des Hohenpriesters ein und hieb ihm das recht Ohr ab. Jesus aber sagte: Hört auf damit! Und er berührte das Ohr und heilte den Mann.“ (Lk 22,50)
Es ist das letzte Heilungswunder JESU!!!
Warum gerade dieses?
Weil es das Wichtigste aussagt! GOTT heilt das menschliche Ohr!!!
 „O, höre Israel! Höre, Gemeinde der Kirche GOTTES!“
Der HERR heilt das Ohr des Mannes, der mit vielen gekommen ist, um IHN gefangen zu nehmen! Die gewaltige Botschaft dieser Heilung wird uns erst klarer, wenn wir in die Gesamtheit der Tiefe des Evangeliums in ihrem inneren Zusammenhang blicken! Als JESUS nämlich einmal nach dem ersten Gebot gefragt wird, antwortet ER mit Worten, die wir fast nie vollständig hören, weil wir gewohnt sind, nur die eine Hälfte zu sehen und zu bewerten! Wir meinen, das erste, größte Gebot lautet, dass wir GOTT über alles lieben sollen, nicht wahr?! Aber das ist nur der „zweite Teil des ersten Teils“!!!
In der Schrift steht: „Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft.
Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden.“ Mk 12,29-31
„Höre! Höre! Höre!“ GOTT ist der EINZIGE HERR! Und erst darum gilt für uns das Gebot der absoluten, ersten GOTTESliebe! „Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. Darum …“ Das erste Gebot, das wichtigste Gebot hat zwei Teile und wir haben den ersten Teil nur fast immer ignoriert, überhört, überlesen, übersehen, …!“
Mit SEINEM letzten Heilungswunder im Ölgarten, bekräftigt der HERR noch einmal das Gewicht des ersten Gebotes: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft.“ (Mk 12,29-30)

Die Jünger haben dem „Ölbergevangelium“ zufolge zwar vorher gefragt, ob sie dreinschlagen sollen, aber gar nicht zugehört, was JESUS antwortet. Sie haben einfach zu kämpfen begonnen und einer von ihnen hieb dem Diener des Hohenpriesters das Ohr ab.</div>

„Höre!!!“ „Höre!!!“ „Höre!!!“
Es braucht dann sogar den Befehl JESU, mit all dem aufzuhören, was die Jünger aus eigenem Wollen taten, (in guter und verständlicher Absicht zwar) aber ohne auf GOTT, auf IHN zu hören.
„Höre Volk GOTTES! Höre, versammelte Gemeinde CHRISTI!“
WORT – heiliges, ewiges WORT GOTTES!
Wie können wir es hören,
ohne vor Freude zu weinen und in Sehnsucht unsere Arme auszubreiten,
um es nicht nur mit den Ohren,
sondern mit dem ganzen Leib willkommen zu heißen?
 
WORT – heiliges, ewiges WORT GOTTES!
Wie können wir es hören,
ohne in Anbetung in die Knie zu gehen und mit Tränen die Augen zu reinigen,
damit wir den Lichtglanz nicht verlieren,
den es schenkt und den keiner zu kennen scheint?!
 
WORT – heiliges, ewiges WORT GOTTES!
Wie können wir es hören,
ohne dem HERRN in die Arme eilen zu wollen,
mit aller Sehnsucht des Herzens uns an SEIN Herz werfend,
um nie mehr die Liebe zu entbehren, nach der unser ganzes Leben dürstet?!
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RB Prol 1-7 (1.Januar, 2.Mai,1.September)

RB Prol 1-7

Höre, mein Sohn, auf die Weisung des Meisters, neige das Ohr deines Herzens, nimm den Zuspruch des gütigen Vaters willig an und erfülle ihn durch die Tat!

So kehrst du durch die Mühe des Gehorsams zu dem zurück, den du durch die Trägheit des Ungehorsams verlassen hast.

An dich also richte ich jetzt mein Wort, wer immer du bist, wenn du nur dem Eigenwillen widersagst, für Christus, den Herrn und wahren König, kämpfen willst und den starken und glänzenden Schild des Gehorsams ergreifst.

Vor allem: wenn du etwas Gutes beginnst, bestürme ihn beharrlich im Gebet, er möge es vollenden.

Dann muss er, der uns jetzt zu seinen Söhnen zählt, einst nicht über unser böses Tun traurig sein.

Weil er Gutes in uns wirkt, müssen wir ihm jederzeit gehorchen; dann wird er uns einst nicht enterben wie ein erzürnter Vater seine Söhne;

er wird auch nicht wie ein furchterregender Herr über unsere Bosheit ergrimmt sein und uns wie verkommene Knechte der ewigen Strafe preisgeben, da wir ihm in die Herrlichkeit nicht folgen wollten.

 

Höre… So beginnt der Prolog. Höre, werde stille…

Gehorsam… Hoche, und gehorche dem, dem Du gehörst

Gehorsam – nicht als Last, sondern in der Gewissheit, dass ER es gut mit Dir meint.

All das Gute, das Du vollbringen wirst, das vollbringst Du nicht aus Dir selbst heraus, sondern nur durch SEINE Gnade.

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Höre…. Sh´ma

… höre Israel
… Höre, neige das Ohr Deines Herzens

zweimal Hören… an zwei wichtigen Stellen für mich…

Hören lernen….

…. und wenn ich die Stille höre, werde ich Dinge hören, die ich noch nie gehört habe…
(ME)

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