RB, Prolog 1: Benedikt für Schüler: Gebet

 

Pirke Awot 1

Zu Prol.,1
1. Höre, mein Sohn, auf die Weisung des Meisters, neige das Ohr deines Herzens, nimm den Zuspruch des gütigen Vaters willig an und erfülle ihn durch die Tat!

Gebet:

Himmlischer Vater,
hilf uns, denjenigen zuzuhören, die uns helfen können,
auch denjenigen, denen wir vielleicht nciht so gern zuhören wollen,
denen wir aber zuhören sollten.
Hilf uns vor allem, deine leise, feine Stimme zu hören,
die zu allen Zeiten und an allen Orten zu uns spricht, wenn wir nur auf die hören.
AMEN

Benedikt für Schüler, Vena Eastwood © Vier-Türme Verlag,
1. Auflage 2006

Click on any of these buttons to help us to maintain this website.      

RB Prol 45- 50 (6.Januar – 7.Mai- 6. September)

RB Prol 45-50

Wir wollen also eine Schule für den Dienst des Herrn einrichten.

Bei dieser Gründung hoffen wir, nichts Hartes und nichts Schweres festzulegen.

Sollte es jedoch aus wohlüberlegtem Grund etwas strenger zugehen, um Fehler zu bessern und die Liebe zu bewahren,

dann lass dich nicht sofort von Angst verwirren und fliehe nicht vom Weg des Heils; er kann am Anfang nicht anders sein als eng.

Wer aber im klösterlichen Leben fortschreitet, dem wird das Herz weit, und er läuft in unsagbarem Glück der Liebe den Weg der Gebote Gottes.

Darum wollen wir uns seiner Unterweisung niemals entziehen und in seiner Lehre im Kloster ausharren bis zum Tod. Wenn wir so in Geduld an den Leiden Christi Anteil haben, dann dürfen wir auch mit ihm sein Reich erben.

 

Amen.

Die Schule für den Dienst des Herrn. Das ist ein tröstlicher Begriff. Wir dürfen lernen, wir dürfen wachsen. Wir dürfen auch mal eine schlechte Note schreiben. Es gibt Zeiten, da fällt das Lernen schwerer, es gibt bestimmte „Fächer“, die uns schwerer Fallen. Doch Benedikt mahnt, keine Angst zu haben, weiter zu machen. Heute würde der Hl. Benedikt ein guter Pädagoge abgeben, der liebend mahnt und fordert.Lassen wir uns ein auf den „Unterrichtsstoff“, den die Regel unter der Führung des Evangeliums anbietet und lassen wir uns ausbilden zu wahren Christusnachfolgern.

Click on any of these buttons to help us to maintain this website.      

RB Prol 39 – 44 (5.Januar – 6. Mai- 5. September)

 

RB Prol 39 – 44

Brüder, wir haben also den Herrn befragt, wer in seinem Zelte wohnen darf, und die Bedingungen für das Wohnen gehört. Erfüllen wir doch die Bedingungen eines Bewohners!

Wir müssen unser Herz und unseren Leib zum Kampf rüsten, um den göttlichen Weisungen gehorchen zu können.

Für alles, was uns von Natur aus kaum möglich ist, sollen wir die Gnade und Hilfe des Herrn erbitten.

Wir wollen den Strafen der Hölle entfliehen und zum unvergänglichen Leben gelangen.

Noch ist Zeit, noch sind wir in diesem Leib, noch lässt das Licht des Lebens uns Zeit, all das zu erfüllen.

Jetzt müssen wir laufen und tun, was uns für die Ewigkeit nützt.

 

Das Herz und den Leib rüsten. Was heisst das? Benedikt spricht hier absichtlich von beidem. Es geht also sowohl um die Innerlichkeit, als auch um das „tun“, um den Leib. Wo kann ich mein Herz öffnen, wo meinen Leib bereiten?

Wir müssen laufen für die Ewigkeit. Diese Ausrichtung auf die Ewigkeit, dazu mahnt auch der Hl. Pfarrer von Ars immer wieder. Dieser Blick macht uns frei von weltlichem „Richten“ und „Gelten“, sondern lenkt unseren Blick immer wieder auf das, wozu wir berufen sind. Immer wieder auf Gott zu schauen, seine Maßstäbe zu beachten.

Click on any of these buttons to help us to maintain this website.      

RB Prol 33-38 (4.Januar – 5.Mai – 4.September)

 

RB Prol 33-38

Schließlich sagt der Herr im Evangelium: “Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels gebaut hat.

Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es nicht ein; denn es war auf Fels gebaut.”

Nach all diesen Worten erwartet der Herr, dass wir jeden Tag auf seine göttlichen Mahnungen mit unserem Tun antworten.

Deshalb sind uns die Tage dieses Lebens als Frist gewährt, damit wir uns von unsren Fehlern bessern,wie der Apostel sagt: “Weißt du nicht, dass Gottes Geduld dich zur Umkehr führt?”

Denn in seiner Güte sagt der Herr : “Ich will nicht den Tod des Sünders, sondern dass er umkehrt und lebt.”

 

Worauf baue ich mein Leben? Wer ist der Grund und Fels meines Lebens?

Ist es der Herr? Höre ich auf den Herrn?

Dieses Leben ist mir geschenkt, um umzukehren zu ihm. Nutze ich diese Chance? Sehe ich es überhaupt als Chance, als Auftrag, als Be – rufung?

Click on any of these buttons to help us to maintain this website.      

RB Prol 22- 32 (3.Januar – 4.Mai – 3.Spetember)

 

RB Prol 22- 32

Wollen wir in seinem Reich und in seinem Zelt wohnen, dann müssen wir durch gute Taten dorthin eilen; anders kommen wir nicht ans Ziel.

Fragen wir nun mit dem Propheten den Herrn: “Herr, wer darf wohnen in deinem Zelt, wer darf weilen auf deinem heiligen Berg?”

Hören wir Brüder, was der Herr auf diese Frage antwortet und wie er uns den Weg zu seinem Zelt weist:

“Der makellos lebt und das Rechte tut;der von Herzen die Wahrheit sagt und mit seiner Zunge nicht verleumdet;der seinem Freund nichts Böses antut und seinen Nächsten nicht schmäht;

der den arglistigen Teufel, der ihm etwas einflüstert, samt seiner Einflüsterung vom Auge seines Herzens wegstößt, ihn zunichte macht, seine Gedankenbrut packt und sie an Christus zerschmettert.”

Diese Menschen fürchten den Herrn und werden wegen ihrer Treue im Guten nicht überheblich; sie wissen vielmehr, dass das Gute in ihnen nicht durch eigenes Können, sondern durch den Herrn geschieht.

Sie lobpreisen den Herrn, der in ihnen wirkt, und sagen mit dem Propheten: “Nicht uns, o Herr, nicht uns, sondern dein Name bring zu Ehren.”

Auch der Apostel Paulus hat nichts von seiner Verkündigung als sein Verdienst angesehen, sagt er doch: “Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin.”,

und er sagt auch: “Wer sich rühmen will, der rühme sich im Herrn.”

 

IHM gehorchen, auf IHN zu hören, sich vom Evangelium führen lassen. Ja, dann werde ich Gutes tun, in der Wahrheit bleiben. Dann hat der Teufel keine Macht.

Aber nicht, um gut da zu stehen, sondern um Zeuge zu sein für IHN. Um sein Reich hier auf Erden mitbauen zu dürfen. Das ist Geschenk, das ist Gnade

Click on any of these buttons to help us to maintain this website.      

RB Prol 8-21 (2.Januar,3.Mai,2.September)

 

RB Prol 8-21

Stehen wir also endlich einmal auf! Die Schrift rüttelt uns wach und ruft: “Die Stunde ist da, vom Schlaf aufzustehen.” (Röm 13,11)

Öffnen wir unsere Augen dem göttlichen Licht, und hören wir mit aufgeschrecktem Ohr, wozu uns die Stimme Gottes täglich mahnt und aufruft.

Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht!”

Und wiederum: “Wer Ohren hat zu hören, der höre, was der Geist der Gemeinden sagt!”

Und was sagt er? “Kommt ihr Söhne, hört auf mich! Die Furcht des Herrn will ich euch lehren.

Lauft, solange ihr das Licht des Lebens habt, damit die Schatten des Todes euch nicht überwältigen.”

Und der Herr sucht in der Volksmenge, der er dies zuruft, einen Arbeiter für sich und sagt wieder:

“Wer ist der Mensch, der das Leben liebt und gute Tage zu sehen wünscht?”

Wenn du hörst und antwortest : “Ich”, dann sagt Gott zu dir:

Willst du wahres und unvergängliches Leben, bewahre deine Zunge vor Bösem und deine Lippen vor falscher Rede! Meide das Böse und tue das Gute! Such Frieden und jage ihm nach!

Wenn ihr das tut, blicken meine Augen auf euch, und meine Ohren hören auf eure Gebete; und noch bevor ihr zu mir ruft, sage ich euch: Seht, “Ich bin da”.

Liebe Brüder, was kann beglückender für uns sein als dieses Wort des Herrn, der uns einlädt?

Seht, in seiner Güte zeigt uns der Herr den Weg des Lebens.

Gürten wir uns also mit Glauben und Treue im Guten, und gehen wir unter der Führung des Evangeliums seine Wege, damit wir ihn schauen dürfen, der uns in sein Reich gerufen hat.

 

Heute, jetzt – nicht morgen – ist die Zeit zu beginnen. Zu hören auf IHN, zu antworten.

SEINEN Willen zu erfüllen.

 Was ist sein Wille? „Meide das Böse und tu das Gute“

Wie kann ich seinen Willen erfüllen?

Indem ich HÖRE, auf das Evangelium, es als Richtschnur nehme für mein tägliches Leben.

 

Click on any of these buttons to help us to maintain this website.      

RB Prol 1-7 (1.Januar, 2.Mai,1.September)

RB Prol 1-7

Höre, mein Sohn, auf die Weisung des Meisters, neige das Ohr deines Herzens, nimm den Zuspruch des gütigen Vaters willig an und erfülle ihn durch die Tat!

So kehrst du durch die Mühe des Gehorsams zu dem zurück, den du durch die Trägheit des Ungehorsams verlassen hast.

An dich also richte ich jetzt mein Wort, wer immer du bist, wenn du nur dem Eigenwillen widersagst, für Christus, den Herrn und wahren König, kämpfen willst und den starken und glänzenden Schild des Gehorsams ergreifst.

Vor allem: wenn du etwas Gutes beginnst, bestürme ihn beharrlich im Gebet, er möge es vollenden.

Dann muss er, der uns jetzt zu seinen Söhnen zählt, einst nicht über unser böses Tun traurig sein.

Weil er Gutes in uns wirkt, müssen wir ihm jederzeit gehorchen; dann wird er uns einst nicht enterben wie ein erzürnter Vater seine Söhne;

er wird auch nicht wie ein furchterregender Herr über unsere Bosheit ergrimmt sein und uns wie verkommene Knechte der ewigen Strafe preisgeben, da wir ihm in die Herrlichkeit nicht folgen wollten.

 

Höre… So beginnt der Prolog. Höre, werde stille…

Gehorsam… Hoche, und gehorche dem, dem Du gehörst

Gehorsam – nicht als Last, sondern in der Gewissheit, dass ER es gut mit Dir meint.

All das Gute, das Du vollbringen wirst, das vollbringst Du nicht aus Dir selbst heraus, sondern nur durch SEINE Gnade.

Click on any of these buttons to help us to maintain this website.