Psalm 122 (121) mit Kommentar Augustinus

Ein Lied zur Wallfahrt nach Jerusalem

1 [Ein Wallfahrtslied Davids.] Ich freute mich, als man mir sagte: «
Zum Haus des Herrn wollen wir pilgern.»
2 Schon stehen wir in deinen Toren, Jerusalem:1
3 Jerusalem, du starke Stadt, dicht gebaut und fest gefügt.
4 Dorthin ziehen die Stämme hinauf, die Stämme des Herrn, wie es Israel geboten ist, den Namen des Herrn zu preisen.
5 Denn dort stehen Throne bereit für das Gericht, die Throne des Hauses David.
6 Erbittet für Jerusalem Frieden! Wer dich liebt, sei in dir geborgen.
7 Friede wohne in deinen Mauern, in deinen Häusern Geborgenheit.2
8 Wegen meiner Brüder und Freunde will ich sagen: In dir sei Friede.
9 Wegen des Hauses des Herrn, unseres Gottes, will ich dir Glück erflehen.
Hl. Augustinus (354 – 430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
Erklärung zu Psalm (122)
121
 

„Wir gehen jetzt nach Jerusalem hinauf…“

In den „Wallfahrtspsalmen“ verlangt es den Psalmisten nach Jerusalem und er sagt, dass er hinaufsteigen möchte. Wohin hinaufsteigen? Will er die Sonne erreichen, den Mond, die Sterne? Nein. Im Himmel ist das Himmlische Jerusalem, in dem die Engel wohnen, unsere Mitbewohner (vgl. Hebr 12,22). Hier auf Erden leben wir in der Fremde, weit weg von ihnen. Auf der Straße der Fremde stöhnen wir; in der Stadt jedoch werden wir erzittern vor Freude.
Auf unserer Reise treffen wir Begleiter, die diese Stadt schon gesehen haben und die uns ermutigen, dorthin zu laufen. Sie sind es, die dem Psalmisten den Freudenschrei entlockten: „Wie freute ich mich, als man mir sagte: Zum Haus des Herrn wollen wir gehen!“ (Ps 121,1)… „Zum Haus des Herrn wollen wir gehen“: laufen wir also, laufen wir, denn wir werden zum Haus des Herrn kommen. Laufen wir, ohne müde zu werden. Dort wird es keine Müdigkeit mehr geben. Laufen wir zum Haus des Herrn und erschauern wir vor Freude mit denen, die uns gerufen haben, die als erste unsere Heimat schauen durften. Sie rufen von fern denen zu, die ihnen folgen: „Wir gehen zum Haus des Herrn. Macht euch auf, lauft!“ Die Apostel haben dieses Haus gesehen und rufen uns zu: „Lauft, setzt euch in Bewegung, folgt uns! Wir gehen zum Haus des Herrn!“
Und was wird ein jeder von uns antworten? „Wie freute ich mich, als man mir sagte: Wir gehen zum Haus des Herrn“. Ich freute mich an den Propheten, ich freute mich an den Aposteln, denn sie alle haben uns gesagt: „Wir gehen zum Haus des Herrn.“

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Psalm 1

In meiner Psalmensammlung habe ich EÜ, Münsterschwarzacher Psalter, Guardini Psalter , Buber (Preisungen)

Viele Psalmübersetzungen kann man nachlesen auf Bibelserver.com
Da mache ich mir jetzt net die Arbeit und tippe das alles ab :-)

Ansonsten nutze ich den Zenger Kommentar und die Psalmen von Benedikt XVI gebetet.

Einheits
übersetzung
Münster
schwarzacher Psalter
Guardini
Psalter
Martin
Buber
Wohl dem Mann,
der nicht dem Rat der Frevler folgt, /
nicht auf dem Weg der Sünder geht,*
nicht im Kreis der Spötter sitzt
Selig der Mensch,
der nicht dem Rat der Frevler folgt, /
der nicht betritt den Weg der Sünder,*
Nicht sitzt im Kreis der Spötter
Selig der Mann,
der nicht dem Rate der Gottlosen folgt, /
der Sünder Weg nicht betritt,
Im Kreise de Spötter nicht sitzt
O Glück des Mannes,
der nicht ging im Rat der Frevler, /
den Weg der Sünder nicht beschritt,
am Sitz der Dreisten nicht saß,
sondern Freude hat
an der Weisung des Herrn,
über seine Weisung nachsinnt
bei Tag und bei Nacht
der vielmehr seine Lust hat
an der Weisung des HERRN
der bei Tag und bei Nacht
über seine Weisung nachsinnt.
vielmehr seine Freude hat
am Gesetz des Herrn
bei Tag und bei Nacht
über seinem Gesetze sinnt.
sondern Lust hat
an SEINER Weisung
über seiner Wesiung murmelt
tags und nachts!
Er ist wie ein Baum,
der an Wasserbächen gepflanzt ist,
der zur rechten Zeit Frucht bringt
und dessen Blätter nicht welken
Alles was er tut
wird ihm gut gelingen
Er gleicht dem Baum, der an Wasserbächen gepflanzt ist,
der zur rechten Zeit seine Frucht bringt,
und dessen Blätter nicht welken.
Was immer er tut,
es wird ihm gelingen
Er ist wie ein Baum,<
an Wasserbächen gepflanzt,
der Frucht hervorbringt zur rechten Zeit
und dessen Blätter nicht welken:
alles, was er beginnt, gerät ihm wohl
Der wird sein
wie ein Baum, an den Wassergräben verpflanzt,
der zu seiner Zeit gibt keine Frucht
und sein Laub welkt nicht:
was alles er tut, es gelingt
Nicht so die Frevler:
Sie sind wie Spreu, die der Wind verweht.
Nicht so die Frevler!
Sie sind wie Spreu, die der Wind vor sich hertreibt
Nicht also die Gottlosen, nein, nicht so,
wie Spreu sind sie, die der Wind verweht
Nicht so sind die Frevler
sondern wie Spreu, die der Wind verweht
Darum werden die Frevler
im Gericht nicht bestehen
noch Sünder in der Gemeinde der Gerechten.
Darum werden die Frevler im Gericht nicht bestehen
noch Sünder in der Gemeinde der Gerechten
So werden die Gottlosen nicht im Gericht bestehen,
die Sünder nicht in gerechter Gemeinde
Darum bestehen Frevler nicht im Gericht,
Sünder in der gemeinde der Bewährten.
Denn der Herr kennt den Weg der Gerechten,
der Weg der Frevler aber führt in den Abgrund
Denn der HERR weiss um den Weg der Gerechten,
aber der Weg der Frevler verliert sich
Der Herr umsorgt den Gerechten,
der Weg der Gottlosen aber führt in den Untergang
Denn ER kennt den Weg der Bewährten,
aber der Weg der Frevler verliert sich

Hochinteressant, ich habe nur diese vier Übersetzungen her genommen, und sie unterscheiden sich doch sehr deutlich.
Gemeinde der Gerechten, gerechte Gemeinde, Gemeinde der Bewährten.
- um nur ein Beispiel zu nennen.
Interessant finde ich auch die Übersetzung mit einmal “Gerechten” und dann bei Buber “Bewährten”.

Beurteilen und kommentieren kann ich das nicht, da ich keine Bibelwissenschaftlerin bin, sondern nur aus Interesse mal die Psalmen nebeneinander lesen wollte und vergleichen.
Vielleicht werde ich das hin und wieder mit dem einen oder anderen Psalm machen, da es doch eine sehr gute Vertiefung für mich ist.

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Ps. 40 – 29.1.2013 Tagesimpuls

Aus dem heutigen Psalm:

“Ich hoffte, ja ich hoffte auf den Herrn. Da neigte er sich mir zu und hörte mein Schreien.”

(Ps 40)

Was mir sehr gefällt an dieser Stelle ist dieses zweimalige: Ich hoffte.. ja ich hoffte….

Diese tiefe Sehnsucht, oder auch Verzweiflung. Dieses intensive Ringen, es gehört dazu. Es darf sein. Ich darf zum Herrn schreien. Ich muss nciht immer alles in “heilig klingende Floskeln” verpacken.

Mein Gott ist wahrhaftig ein Gott, zu dem ich kommen kann wie ich bin.

Mein Gott ist kein ferner Gott. Er ist mein DU.

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