Apophthegmata Patrum, Band I,11

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“Er sagte wiederum: Wer in der Wüste wohnt und die Stille sucht (hesychazein), der ist von drei Dämofen befreit, vom Ungehorsam, von der Geschwätzigkeit und von der Gafferei.(…)

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Vater oder Lehrer, Westlich & östlich,katholisch oder orthodox, apostolisch oder auch nicht??? Eine Versuch aus dem Definitionswirrwarr

Im Moment beschäftige ich mich wieder etwas intensiver mit den Vätern.

Dazu wird es auch hier auf dem Blog den einen oder anderen Beitrag geben.

So möchte ich erst einmal den Begriff Kirchenvater definieren.

Die Angaben stammen aus heiligenlexikon.de

Da das alles recht umfangreich ist lohnt sich auch ein Blick auf wiki

Zu den Kirchenvätern zählen traditionell in der katholischen Kirche die

westlichen, von 1295 von Papst Bonifatius VIII ernannt (1-4), sowie die 4 östlichen,diese wurden 1568 von Papst Pius V. zu Kirchenlehrern erklärt.

Kirchenvaeter

(Bild: die vier westlichen Kircheväter)

  1. Ambrosius
  2. Augustinus
  3. Papst Gregor I.
  4. Hieronymus
  5. Athanasios von Alexandria,
  6. Basilius der Große
  7. Johannes Chrysostomos
  8. Gregor von Nazianz

Nach Jean Mabillon gehört auch noch

Bernhard von Clairveaux

dazu als der zeitlich letzte Kirchenvater.

Kirchenväter sind Männer, die vier Kriterien erfüllten: Sie mussten in früher christlichen Zeit gelebt und ein frommes Leben geführt haben, ihre Schriften mussten die christliche Lehre in hervorragender Weise verteidigen oder erklären und von der Kirche gebilligt worden sein. Ihre Lehren gelten als unfehlbar.

 

So kennt die katholische Kirche also insgesamt 8 (9) Kircheväter

Als Kirchenväter gelten in der Orthodoxen Kirche die wichtigsten Schriftsteller der jungen Christenheit bis ins 8. Jahrhundert hinein – wobei der Maßstab der Rechtgläubigkeit großzügig bemessen wird. Ihre Lehrmeinungen gelten nicht automatisch als Lehren der Kirche, Maßstab der Lehre sind allein die sieben ökumenischen Konzilien. Als Kirchenvätrer werden bezeichnet:

      1. Ignatius von Antiochia († vor 117)
      2. Athenagoras († im 2. Jahrhundert)
      3. Melitos († im 2. Jahrhundert)
      4. Tatianus der Syrer († im 2. Jahrhundert)
      5. Theophilos von Antiochia († um 186)
      6. Hermas († um 150)
      7. Justinus der Märtyrer († um 165)
      8. Polycarp von Smyrna († 155 / 156)
      9. Hippolyt von Rom († 236 ?)
      10. Julius Africanus († um 240)
      11. Cyprian von Karthago († 258)
      12. Dionysius von Alexandria († 265)
      13. Firmillian († 268)
      14. Gregor Thaumaturgus († um 270)
      15. Archelaus († 282)
      16. Methodius († 311)
      17. Eustachius von Antiochia († um 325)
      18. Aphraates († im 4. Jahrhundert)
      19. Serapion der Scholastiker († 362)
      20. Caesarius of Nazianz († um 368)
      21. Athanasios von Alexandria († 373)
      22. Basilius der Große († 379)
      23. Cyrill von Jerusalem († 386)
      24. Gregor von Nazianz († um 390)
      25. Diodoros von Tarsus († 390)
      26. Makarius der Ägypter († um 390)
      27. Gregor von Nyssa († 394)
      28. Epiphanius von Konstantia († 403)
      29. Johannes Chrysostomos († 407)
      30. Nilus der Ältere (von Ankara) († 430)
      31. Isidor von Pelusium († 431 / 451)
      32. Cyrill von Alexandria († 444)
      33. Proclus von Konstantinopel († 446)
      34. Theodoret von Zypern († 460)
      35. Gennadius I. († 471)
      36. Dionysius der Pseudo-Areopagite († um 500)
      37. Leontius von Byzanz († 543)
      38. Johannes Klimakos († nach 600)
      39. Isidor von Sevilla († 636)
      40. Sophronius von Jerusalem (560-638)
      41. Maximus († 662)
      42. Anastasius vom Sinai († um 700)
      43. Andreas von Kreta († 740 / 720)
      44. Germanus I. († um 733)
      45. Johannes von Damaskus († um 750)
        Gelegentlich werden auch noch hinzugezählt:
      46. Clemens von Alexandria († 215)
      47. Tertullian (nach 220)
      48. Origenes († 254)
      49. Eusebius von Cäsarea († 339)
      50. Didymus der Blinde († 398)
      51. Theodor von Mopsuetia († 428)
      52. Socrates Scholastikos († nach 439)

So kann die Zahl der Kircheväter also je nach Quelle und Zählung variieren. In den Ostkirchen begegnen uns manchmal auch Weisungen oder Weisheiten der Väter. Väter sind nicht zwangsläufig jene, die als Kirchenväter bezeichnet werden, sondern auch große Heilige / Starzen neuerer Zeiten.

Und um das Ganze noch etwas komplizierter zu machen kennt die katholische Kirche auch die Bezeichnung Kirchenlehrer

—–>kurzer Exkurs

Die traditionellen Kirchenlehrer – auch Kirchenväter genannt – sind in der westlichen Kirche Ambrosius von Mailand, Augustinus, Hieronymus und Papst Gregor I., die 1295 von Papst Bonifatius VIII. zu großen Kirchenlehrern ernannt wurden. 1597 wurde zusätzlich Thomas von Aquin zum Kirchenlehrer ernannt. Papst Pius V. ernannte 1568 vier weitere Kirchenlehrer des Ostens: Athanasios von Alexandria, Basilius der Große, Johannes Chrysostomos und Gregor von Nazianz.

Inzwischen gibt es in der katholischen Kirche mehr als 30 als Kirchenlehrer verehrte Heilige; zu den genannten kamen hinzu:

(Johannes) Bonaventura, ernannt 1588 Anselm von Canterbury, ernannt 1720 Isidor von Sevilla, ernannt 1722 Petrus Chrysologus, ernannt 1729 Papst Leo der Große, ernannt 1754 Petrus Damiani, ernannt 1828 Bernhard von Clairvaux, ernannt 1830 Hilarius von Poitiers, ernannt 1851 Alfons Maria von Liguori, ernannt 1871 Franz von Sales, ernannt 1877 Cyrill von Alexandria und Cyrill von Jerusalem, ernannt 1882 Johannes von Damaskus, ernannt 1890 Beda Venerabilis, ernannt 1899 Ephraem der Syrer, ernannt 1920 Petrus Canisius, ernannt 1925 Johannes vom Kreuz, ernannt 1926 Roberto Bellarmin und Albertus Magnus, ernannt 1931 Antonius von Padua, ernannt 1946 Laurentius von Brindisi, ernannt 1959 Teresa von Ávila und Katharina von Siena, ernannt 1970 – die ersten weiblichen Kirchenlehrerinnen Thérèse von Lisieux, ernannt 1997 Johannes von Ávila und Hildegard von Bingen, ernannt am 7. Oktober 2012

 

Und wer noch nicht genug hat von dem Definitionswirrwarr, da gäbe es dann auch noch die -> apostolischen Väter :-)

—-> In meinen Betrachtungen möchte ich mich zunächst auf die “klassischen” 56 , bzw. 57 Kirchenväter beschränken.

Ausserdem die “Wüstenväter”

Eine Ausnahme mache ich allerdings : Der Heilige Benedikt von Nursia ist weder Kirchenvater, noch Kirchenlehrer, zumindest nicht offiziell, spielt für meine eigene Spiritualität jedoch die übergeordnete Rolle. Seine Regula greift in vielen Teilen auf die Erfahrungen und Weisheiten der Väter zurück und er empfiehlt in seiner Regula auch ausdrücklich das Studium der Väter.

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Als Quelle dienen mir einige Bücher, die ich von den Vätern im einzelnen habe (vor allem von den lateinischen Vätern habe ich einige komplette Werke)

Ausserdem die Philokalie und die Buchreihe Weisungen der Väter (Apophthegmata Patrum), sowie die Collationes

Zwar keine Väter, aber in ihren Texten viel darauf hinweisend sind weitere Quellen der russische Pilger und einige Bücher von Emmanuel Junclaussen (OSB)

 

 

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Tagesimpuls – Jesus von Nazareth BXVI – 13 .März 2013: Die erste Dimension: Gott der Schöpfer

“Vater unser in den Himmeln”

Die erste Dimension: Gott der Schöpfer

“Nun müssen wir aber noch genauer zusehen, um festzustellen, dass das Vatersein Gottes für uns nach der Botschaft Jesu zwei Dimensionen aufweist.”

“Gott ist zunächst unser Vater, insofern er unser Schöpfer ist”

“Weil er uns geschaffen hat gehören wir ihm zu”

“Er, der die Herzen von allen gebildet hat, achtet auf all ihre Werke. “

(Ps 33,15 nach lateinischer Übersetzung)

“Von der Schöpfung her ist der Mensch in besonderer Weise Gottes Kind; Gott sein wahrer Vater”

(vgl. S.170, Jesus von Nazareth BXVI, Band 1, HC)

Gott als Vater, der mich gemacht hat. Der mich gewollt hat. Eine tiefe Glaubenswahrheit, die mir nicht unbekannt ist. Aber: Habe ich sie auch verinnerlicht? Dieses “gewollt sein”? Oder ist es nur eine Floskel aus dem Glauben?

Diese Betrachtung ist eine Einladung, immer wieder ins Bewusstsein zu rufen, dass ich gewollt bin.

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Evangelium nach Lukas 4,24-30 mit Kommentar Hl. Johannes Chrysostmos

Evangelium nach Lukas 4,24-30. 
Und er setzte hinzu: Amen, das sage ich euch: Kein Prophet wird in seiner Heimat anerkannt.
Wahrhaftig, das sage ich euch: In Israel gab es viele Witwen in den Tagen des Elija, als der Himmel für drei Jahre und sechs Monate verschlossen war und eine große Hungersnot über das ganze Land kam.
Aber zu keiner von ihnen wurde Elija gesandt, nur zu einer Witwe in Sarepta bei Sidon.
Und viele Aussätzige gab es in Israel zur Zeit des Propheten Elischa. Aber keiner von ihnen wurde geheilt, nur der Syrer Naaman.
Als die Leute in der Synagoge das hörten, gerieten sie alle in Wut.
Sie sprangen auf und trieben Jesus zur Stadt hinaus; sie brachten ihn an den Abhang des Berges, auf dem ihre Stadt erbaut war, und wollten ihn hinabstürzen.
Er aber schritt mitten durch die Menge hindurch und ging weg.

 

Hl. Johannes Chrysostomos (ca. 345 – 407), Priester in Antiochia und später Bischof von Konstantinopel, Kirchenlehrer
Predigt über Elija und die Witwe, und über das Fasten; PG 51, 348

 

Christus aufnehmen

Die Witwe von Sarepta nimmt den Propheten Elija überaus hochherzig auf; sie bietet, obwohl sie in Sidon fremd ist, ihm zu Ehren alles auf, was ihr in ihrer Armut noch verblieben ist. Sie hat niemals gehört, was Propheten über den verdienstvollen Wert von Almosen sagen, geschweige denn, was Christus dazu sagt: „Ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben“ (Mt 25,35).

Wenn es uns angesichts solcher Ermutigungen und solcher Belohnungen, angesichts der Verheißungen, das Himmelreich und seine Glückseligkeit zu besitzen, nicht gelingt, ebenso gutherzig zu sein wie diese Witwe – zu welcher Entschuldigung werden wir dann greifen? Eine Frau aus Sidon, eine Witwe, die ausgelastet ist mit der Betreuung einer Familie, die den Tod vor Augen hat, sie gewährt einem Unbekannten Einlass und gibt ihm das bisschen Mehl, das ihr noch geblieben ist… Und wir? Unterwiesen durch Propheten, belehrt von Christus, befähigt über Kommendes nachzudenken, unbehelligt von Hungersnot, viel begüterter als diese Frau – werden wir entschuldbar sein, wenn wir es nicht wagen, von unserem Besitz zu nehmen und zu verschenken? Gehen wir so leichtfertig mit unserem Heil um?

Beweisen wir also den Armen gegenüber unser großes Mitgefühl, damit wir würdig werden, in aller Ewigkeit die zukünftigen Güter zu besitzen, durch die Gnade und die Menschenliebe unseres Herrn Jesus Christus.

Quelle: Evangelium Tag für Tag

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Der wiedergefundene Vater Lukas 15,1-3.11-32

Evangelium nach Lukas 15,1-3.11-32. 
Alle Zöllner und Sünder kamen zu ihm, um ihn zu hören.
Die Pharisäer und die Schriftgelehrten empörten sich darüber und sagten: Er gibt sich mit Sündern ab und ißt sogar mit ihnen.
Da erzählte er ihnen ein Gleichnis und sagte:
Ein Mann hatte zwei Söhne.
Der jüngere von ihnen sagte zu seinem Vater: Vater, gib mir das Erbteil, das mir zusteht. Da teilte der Vater das Vermögen auf.
Nach wenigen Tagen packte der jüngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land. Dort führte er ein zügelloses Leben und verschleuderte sein Vermögen.
Als er alles durchgebracht hatte, kam eine große Hungersnot über das Land, und es ging ihm sehr schlecht.
Da ging er zu einem Bürger des Landes und drängte sich ihm auf; der schickte ihn aufs Feld zum Schweinehüten.
Er hätte gern seinen Hunger mit den Futterschoten gestillt, die die Schweine fraßen; aber niemand gab ihm davon.
Da ging er in sich und sagte: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben mehr als genug zu essen, und ich komme hier vor Hunger um.
Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt.
Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein; mach mich zu einem deiner Tagelöhner.
Dann brach er auf und ging zu seinem Vater. Der Vater sah ihn schon von weitem kommen, und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küßte ihn.
Da sagte der Sohn: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt; ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein.
Der Vater aber sagte zu seinen Knechten: Holt schnell das beste Gewand, und zieht es ihm an, steckt ihm einen Ring an die Hand, und zieht ihm Schuhe an.
Bringt das Mastkalb her, und schlachtet es; wir wollen essen und fröhlich sein.
Denn mein Sohn war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden. Und sie begannen, ein fröhliches Fest zu feiern.
Sein älterer Sohn war unterdessen auf dem Feld. Als er heimging und in die Nähe des Hauses kam, hörte er Musik und Tanz.
Da rief er einen der Knechte und fragte, was das bedeuten solle.
Der Knecht antwortete: Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat das Mastkalb schlachten lassen, weil er ihn heil und gesund wiederbekommen hat.
Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Sein Vater aber kam heraus und redete ihm gut zu.
Doch er erwiderte dem Vater: So viele Jahre schon diene ich dir, und nie habe ich gegen deinen Willen gehandelt; mir aber hast du nie auch nur einen Ziegenbock geschenkt, damit ich mit meinen Freunden ein Fest feiern konnte.
Kaum aber ist der hier gekommen, dein Sohn, der dein Vermögen mit Dirnen durchgebracht hat, da hast du für ihn das Mastkalb geschlachtet.
Der Vater antwortete ihm: Mein Kind, du bist immer bei mir, und alles, was mein ist, ist auch dein.
Aber jetzt müssen wir uns doch freuen und ein Fest feiern; denn dein Bruder war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden.

 

Benedikt XVI., Papst von 2005 bis 2013
Enzyklika „Deus Caritas est“ § 12-13 (© Liberia Editrice Vaticana)

 

„Der Vater sah ihn schon von weitem kommen und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn“

Das eigentlich Neue des Neuen Testaments sind nicht neue Ideen, sondern die Gestalt Christi selber, der den Gedanken Fleisch und Blut, einen unerhörten Realismus gibt. Schon im Alten Testament besteht das biblisch Neue nicht einfach in Gedanken, sondern in dem unerwarteten und in gewisser Hinsicht unerhörten Handeln Gottes. Dieses Handeln Gottes nimmt seine dramatische Form nun darin an, dass Gott in Jesus Christus selbst dem ,,verlorenen Schaf“, der leidenden und verlorenen Menschheit, nachgeht. Wenn Jesus in seinen Gleichnissen von dem Hirten spricht, der dem verlorenen Schaf nachgeht, von der Frau, die die Drachme sucht, von dem Vater, der auf den verlorenen Sohn zugeht und ihn umarmt, dann sind dies alles nicht nur Worte, sondern Auslegungen seines eigenen Seins und Tuns. In seinem Tod am Kreuz vollzieht sich jene Wende Gottes gegen sich selbst, in der er sich verschenkt, um den Menschen wieder aufzuheben und zu retten – Liebe in ihrer radikalsten Form. Der Blick auf die durchbohrte Seite Jesu, von dem Johannes spricht (vgl. 19,37), begreift, was Ausgangspunkt dieses Schreibens war: “Gott ist Liebe“ (1 Joh 4,8). Dort kann diese Wahrheit angeschaut werden. Und von dort her ist nun zu definieren, was Liebe ist. Von diesem Blick her findet der Christ den Weg seines Lebens und Liebens.

Diesem Akt der Hingabe hat Jesus bleibende Gegenwart verliehen durch die Einsetzung der Eucharistie während des Letzten Abendmahles. Er antizipiert seinen Tod und seine Auferstehung, indem er schon in jener Stunde den Jüngern in Brot und Wein sich selbst gibt, seinen Leib und sein Bluts… Die Eucharistie zieht uns in den Hingabeakt Jesu hinein… Die ,,Mystik“ des Sakraments, die auf dem Abstieg Gottes zu uns beruht,… führt höher, als jede mystische Aufstiegsbegegnung des Menschen reichen könnte.

Quelle: Evangelium Tag für Tag)

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Mk. 3, 31-35 :29.1.2013 Evangelium des Tages mit Kommentar Irenäus

Evangelium nach Markus 3,31-35. 
Da kamen seine Mutter und seine Brüder; sie blieben vor dem Haus stehen und ließen ihn herausrufen.
Es saßen viele Leute um ihn herum, und man sagte zu ihm: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und fragen nach dir.
Er erwiderte: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder?
Und er blickte auf die Menschen, die im Kreis um ihn herumsaßen, und sagte: Das hier sind meine Mutter und meine Brüder.
Wer den Willen Gottes erfüllt, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.

 

Kommentar zum heutigen Evangelium 
Hl. Irenäus von Lyon (ca. 130 – ca. 208), Bischof, Kirchenlehrer und Märtyrer
Gegen die Irrlehren III, 21.9-22.1; vgl. SC 211

 

Unsere Liebe Frau vom Ja: sie, die den Willen Gottes getan hat

Gott hatte geschworen, es werde aus dem Stammbaum Davids der ewige König hervorgehen, in dem alles vereint werde, was im Himmel und auf Erden ist (Ps 132,11; Eph 1,10). Gott hat also das Werk, das er im Anfang geschaffen hatte (Gen 2,7), weitergeführt… Und wie Adam, der erste Mensch, aus unberührter jungfräulicher Erde geformt wurde… und wie er durch die Hand Gottes seine Gestalt empfing – nämlich durch das Wort Gottes, „durch das alles geworden ist“ (Ijob 10,8; Joh 1,3) –, so ist das Wort aus der jungfräulichen Maria geboren worden, das Wort, das eine Art Neuauflage Adams darstellt… Warum hat Gott nicht wieder Lehm verwendet? Warum hat er sein Werk aus Maria hervorgehen lassen? Er wollte, dass das so entstandene Werk nicht anders, sondern genauso wie das erste sein sollte: zwar erlöst aber doch gleich, eine Neuauflage des ersten unter Wahrung der Abbildhaftigkeit.

Wer behauptet, dass Christus nichts von der Jungfrau geerbt hat, der irrt. Er will die Vererbung dem Fleisch nach verwerfen, aber nimmt damit auch das Sich-Änhlichsein nicht zur Kenntnis; man könnte dann nicht mehr sagen, dass Christus dem Menschen ähnele, der nach dem Bild und Gleichnis Gittes geschaffen ist (Gen 1,27). Das würde bedeuten, dass Christus nur scheinbar erschienen ist und nur vorgab, ein Mensch zu sein, oder dass er Mensch geworden ist, ohne etwas vom Menschen für sich zu übernehmen. Wenn er nicht das substantielle Fleisch eines menschlichen Wesens angenommen hat, dann ist er weder Mensch noch Menschensohn geworden. Und wenn er nicht das geworden ist, was wir sind, dann spielen seine Schmerzen und sein Leiden keine große Rolle… Das Wort Gottes ist also wirklich Mensch geworden, er hat in sich das Werk wieder aufgenommen, das er geschaffen hatte… Im Brief an die Galater stellt der Apostel Paulus in aller Klarheit fest: „Gott hat seinen Sohn gesandt, geboren von einer Frau“ (4,4).

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