Der Heilige Johannes Maria Vianney – eine hohe Messlatte für mich als Mutter

Heute ist auf der fb Site folgendes Zitat vom Heiligen Johannes Maria Vianney:

Der liebe Gott ist ebenso bereit, uns zu verzeihen, wenn wir ihn darum bitten, wie eine Mutter bereit ist, ihr Kind aus dem Feuer zu ziehen. 

“Ich habe so viel Böses getan, dass mir Gott nicht mehr verzeihen kann”. Meine Kinder, das ist eine große Gotteslästerung. 
Hier wird der göttlichen Barmherzigkeit eine Grenze gesetzt, und sie ist doch grenzenlos und unendlich. D
er liebe Gott verzeiht, wenn ihr aufrichtig beichtet, es von Herzen bereut und den Vorsatz habt, es nicht wieder zu tun. 

Unsere Fehler sind Sandkörner im Vergleich zu dem mächtigen Berg der göttlichen Barmherzigkeit. 

Leichter ist es, in den Himmel zu kommen als in die Hölle, so groß ist die Barmherzigkeit Gottes.

 

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Also, mal ganz ehrlich…. Klar verzeihe ich meinen Kindern. Aber wenn ich das dann in einem Atemzug mit der Barmherzigkeit Gottes lese, dann muss und darf ich für mich immer wieder neu prüfen, wie groß denn meine mütterliche Barmherzigkeit ist. Sicher bin ich genauso arm vor Gott. Und nur durch seine Barmherzigkeit kann auch ich Barmherzig sein. Aber, und dann kommt das große “Aber”. Wie sehr mühe ich mich darum, mich fest zu machen am Herrn. Oder wie oft geht mir einfach mal der Gaul durch, reisst mir der Geduldsfaden, und aus ist es mit der Barmherzigkeit.

Daher heute mein Vorsatz, da ein bisserl an mir zu arbeiten.

 

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Mal wieder – das rechte Maß (vgl. Johannes Cassian)

Gedanken zum Buch:

Frei werden – Der geistliche Weg des Johannes Cassian

…S.37… “Indem ich ausspreche, was in mir tobt, kann ich eine Klärung finden, Dazu ist das andere Heilmittel nötig.: Ich kann versuchen, die Situation so weit zu klären, dass ich das nächste Mal ruhiger reagiere. Denn die größte Falle ist ja, immer wieder wegen desselben Wortes in Zorn zu geraten, immer wieder mutlos und träge zu werden.”

Weiter oben steht ein Zitat eines Wüstenvaters: ”Ich habe mich nie zur Ruhe gelegt, so lange ich gegen einen etwas hatte. Ich liess aber auch keinen zur ruhe gehen, der etwas gegen mich hatte – soweit ich das vermochte” (M30)

Beides sehr ermutigend für mich. Nach jahrelanger Therapie, in der “Beziehung klären” das A & O war, da hatte ich die letzten Jahre mehr und mehr den Anspruch, Dinge auszuhalten, runterzuschlucken, um ja nicht unchristlich zu urteilen. Ja nicht zu sehr psychologisieren :-)

Wie immer macht es die Ausgewogenheit. Aber es ist dennoch gut zu lesen, dass das durchaus auch innerhalb christlicher Spiritualität Raum haben darf. Dass  ein “sich auseinandersetzen” sein darf.

Ich bin da schon von einer Gemeinschaft stark geprägt, in der viel über Vergebung geht. Vergebung ist wichtig, aber, wie johannes Cassian sagt, so wie ich kann.Mich nicht überfordern. Mich auch nicht zu unterfordern. Darin liegt die Herausforderung….

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